Impressumspflicht – einfach erklärt

Impressumspflicht – ganz einfach erklärt

Stell dir vor, deine Website, dein Blog oder dein Insta-Kanal ist wie ein Laden im Internet. Am Eingang von echten Läden hängt ein Schild: Wer den Laden macht, wo er ist und wie man ihn erreicht. Genau so etwas braucht man im Internet – das heißt Impressum.

Warum gibt es das?
– Damit alle wissen, wer hinter der Seite steckt.
– Damit man die Person erreichen kann, wenn etwas kaputt ist, Fragen da sind oder es Probleme gibt.

Wer braucht ein Impressum?
– Wenn du etwas nicht nur privat machst. Zum Beispiel:
– du verdienst Geld damit (Werbung, Shop, Affiliate-Links).
– du wirbst für etwas (auch für andere).
– du richtest dich an viele Menschen, nicht nur an Freunde.
– Kein Impressum brauchst du meist, wenn es wirklich nur privat ist:
– geschütztes Profil nur für Freunde/Familie, kein Geld, keine Werbung.

Was muss ins Impressum?
– Dein Name (richtiger Name, nicht nur Spitzname)
– Eine ladungsfähige Adresse (also eine echte Postadresse, kein Postfach)
– Kontakt: E‑Mail und am besten auch eine Telefonnummer
– Wenn es eine Firma ist: Firmenname und wer verantwortlich ist
– Bei bestimmten Berufen (z. B. Arzt, Anwalt): extra Infos zu Aufsicht/Regeln
– Manchmal: Handelsregister, Umsatzsteuer-ID – wenn vorhanden

Wo kommt das hin?
– Auf deiner Website: gut sichtbar, am besten ein eigener Link „Impressum“ im Menü oder ganz unten. Mit 1-2 Klicks erreichbar.
– Auf Social Media: Link zum Impressum in die Profil-Bio. Viele schreiben „Impressum & Datenschutz“ als Link.

Beispiele
– Du verkaufst selbst gemachte Armbänder über Insta oder hast dort Werbung: Impressum nötig.
– Du hast einen YouTube-Kanal mit Werbung/Monetarisierung: Impressum nötig.
– Du hast ein privates, geschlossenes Profil nur für Klassenfreunde, ohne Werbung: meist kein Impressum nötig.

Was passiert ohne Impressum?
– Es kann Ärger geben: Abmahnungen oder Geldstrafen. Also lieber gleich richtig machen.

Extra-Tipp
– Es gibt „Impressum-Generatoren“ im Internet, die helfen dir beim Erstellen.
– Impressum ist nicht das Gleiche wie Datenschutz. Beides wird oft gebraucht.
– Wenn du minderjährig bist: Frag deine Eltern oder eine erwachsene Person, bevor du Daten wie deine Adresse ins Impressum schreibst. Oft nimmt man dann die Adresse der Eltern oder der Firma.

Kurz gesagt: Das Impressum ist das Namensschild deiner Internet-Seite oder deines Kanals, damit alle wissen, wer verantwortlich ist und wie man dich erreichen kann.

Wer braucht ein Impressum, welche Pflichtangaben nötig sind und wie du sie rechtssicher auf Website Social Media und im Newsletter umsetzt

Ein Impressum brauchst du, sobald dein Online-Auftritt nicht rein privat ist. Schon ein Blog mit Werbung, ein Freelancer-Portfolio oder der Vereinsauftritt mit Spendenbutton zählen. Pflichtangaben sind: dein vollständiger Name bzw. Firmenname mit Rechtsform, eine ladungsfähige Anschrift (kein Postfach), E‑Mail und eine schnelle Kontaktmöglichkeit wie Telefon. Bei Firmen kommen die vertretungsberechtigte Person, Register und Registernummer samt Registergericht dazu, ggf. USt‑IdNr. oder Wirtschafts‑ID. Bei erlaubnispflichtigen Tätigkeiten nennst du die Aufsichtsbehörde. Für reglementierte Berufe: Kammer, Berufsbezeichnung, Staat der Verleihung und die berufsrechtlichen Regeln mit Link. Hast du journalistisch‑redaktionelle Inhalte, brauchst du zusätzlich eine verantwortliche Person mit Adresse nach § 18 MStV.

Auf der Website gehört der Link „Impressum“ gut sichtbar in die Fußzeile jeder Seite. Nicht unter „Kontakt“ verstecken. Ein Klick ist ideal, zwei sind noch okay. Halte alles aktuell: neue Adresse, neue Rechtsform, neue USt‑Id sofort einpflegen. In Social Media setzt du einen direkten Impressumslink: bei Instagram ins Website‑Feld, bei Facebook ins Impressumsfeld, bei YouTube/LinkedIn unter „Info“ klar als „Impressum“ beschriftet. Linktrees nur, wenn ein Button eindeutig „Impressum“ heißt und ohne Umwege zum Impressum führt. Im Newsletter packst du das vollständige Impressum in den Footer oder verlinkst deutlich sichtbar dorthin; die Daten müssen mit der Website übereinstimmen. Wer online verkauft, verlinkt zusätzlich die OS‑Plattform und erklärt nach VSBG, ob er an Streitbeilegung teilnimmt.

Schlussgedanken

Zusammengefasst: Ein Impressum ist für alle relevant, die geschäftsmäßig im Internet auftreten. Entscheidend sind vollständige, korrekte Angaben zur verantwortlichen Person oder zum Unternehmen sowie eine leicht auffindbare, jederzeit erreichbare Kontaktmöglichkeit. Wer diese Grundsätze einhält, sorgt für Transparenz und Rechtssicherheit und vermeidet unnötigen Ärger. Das Thema ist alltagsnah, weil schon mit einem einfachen Internetauftritt schnell eine Pflicht entstehen kann und klare Angaben Vertrauen schaffen. Prüfen Sie deshalb, ob Sie betroffen sind, und halten Sie Ihr Impressum übersichtlich und aktuell.

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