Was ist Finanzplanung? – Einfach erklärt

Stell dir vor, dein Geld ist wie deine Taschengeld-Schatzkiste.
Finanzplanung heißt: du planst vorher, was mit deinem Geld passieren soll, statt einfach alles sofort auszugeben.

1. Wofür ist Finanzplanung gut?

Mit Finanzplanung kannst du:

    • genug Geld für Dinge haben, die du dir wünschst (z.B. Spiel, Fahrrad, Konsole),
    • sicher sein, dass du auch später noch Geld übrig hast,
    • keine Panik haben, wenn etwas Ungeplantes passiert (z.B. Fahrrad kaputt).

2. Die 3 Schritte der Finanzplanung

Schritt 1: Geld zählen (Was kommt rein, was geht raus?)

    • Was kommt rein?

Taschengeld, Geld von Oma/Opa, Geld für kleine Jobs.

    • Was geht raus?

Süßigkeiten, Spiele, Kino, Apps, Hobbys.

Du schaust also: Wie viel Geld habe ich wirklich?

 

Schritt 2: Ziele überlegen (Was will ich mit meinem Geld?)

Zum Beispiel:

    • Kurzes Ziel: Süßigkeiten am Wochenende
    • Mittleres Ziel: Neues Spiel in 2 Monaten
    • Langfristiges Ziel: Neues Fahrrad in 1 Jahr

Du entscheidest: Was ist mir wirklich wichtig?

 

Schritt 3: Plan machen (Wie teile ich das Geld ein?)

Du könntest dein Geld z.B. so aufteilen:

    • Ein Teil: Jetzt ausgeben (Spaß)
    • Ein Teil: Sparen (für Wünsche)
    • Ein Teil: Zur Seite legen (für Notfälle)

Ein einfaches Beispiel:

    • Du bekommst 10 € Taschengeld.
    • 5 € für jetzt (Eis, Süßes).
    • 3 € sparen für ein Spiel.
    • 2 € für Notfälle (falls mal was kaputt geht).

 

Das ist schon Finanzplanung!

 

3. Finanzplanung bei Erwachsenen

Bei Erwachsenen ist es ähnlich, nur mit mehr Geld und mehr Sachen:

    • Geld kommt rein: Lohn, Gehalt
    • Geld geht raus: Miete, Essen, Auto, Handy, Hobbys
    • Sie planen:
    • Wie viel darf ich im Monat ausgeben?
    • Wie viel spare ich für Urlaub, Auto, Rente?

 

Also: Finanzplanung = ein Geld-Plan für jetzt und für später.

Wenn du dein Taschengeld bewusst einteilst, machst du schon Finanzplanung – wie ein kleiner Geld-Profi.

Die wichtigsten Bausteine einer guten Finanzplanung verstehen und sofort richtig anwenden

Eine solide Finanzplanung besteht aus ein paar einfachen Bausteinen: Überblick über Einnahmen und Ausgaben, klare Ziele, ein Puffer für Notfälle und ein Plan für größere Wünsche. Der erste Schritt ist immer: Wo geht dein Geld jeden Monat hin? Schau dir Kontoauszüge an, notiere fixe Kosten wie Miete, Strom, Versicherungen und dann variable Ausgaben wie Essen, Freizeit, Online-Abos. So siehst du schnell, was wirklich nötig ist und wo du ohne großen Verzicht kürzen kannst. Wichtig ist auch ein kleines Notfallpolster, zum Beispiel drei Monatsgehälter auf einem Tagesgeldkonto. Das klingt viel, aber du kannst mit 50 oder 100 Euro im Monat anfangen. Hauptsache, du fängst an und rührst dieses Geld wirklich nur in echten Notfällen an, etwa bei einer Autoreparatur oder wenn die Waschmaschine kaputtgeht.

Der nächste Baustein sind klare Ziele: kurz-, mittel- und langfristig. Kurzfristig kann ein Urlaub sein, mittelfristig ein neues Auto, langfristig die Altersvorsorge. Schreib dir die Ziele konkret auf, am besten mit Betrag und Zeitpunkt: „2.000 Euro für Urlaub in 18 Monaten“ ist greifbarer als „mehr sparen“. Dann rechnest du rückwärts: 2.000 Euro in 18 Monaten sind etwa 110 Euro im Monat. So weißt du genau, was du jeden Monat beiseitelegen musst. Für langfristige Ziele lohnt sich dann auch ein Blick auf einfache Anlageformen wie ETF-Sparpläne, anstatt nur auf dem Girokonto zu lassen. Wichtig: Lieber kleinere Beträge, die du durchhältst, als große Versprechen, die du nach zwei Monaten wieder sein lässt.

Zusammenfassung

Abschließend lässt sich sagen: Finanzplanung bedeutet, sich bewusst mit den eigenen Einnahmen und Ausgaben zu beschäftigen, Ziele festzulegen und Schritt für Schritt darauf hinzuarbeiten. Wer seine Finanzen im Blick behält, kann besser einschätzen, was möglich ist, rechtzeitig Vorsorge treffen und unerwartete Belastungen leichter abfedern. Das Thema betrifft jede und jeden im Alltag – ob beim Einkaufen, bei größeren Anschaffungen oder bei der Frage, wie man für später vorsorgt. Eine durchdachte Finanzplanung schafft Sicherheit, gibt Orientierung und hilft, eigene Wünsche realistischer zu verwirklichen.

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