Carsharing einfach erklärt: Was ist das und wie funktioniert es?

Stell dir vor, ein Auto ist wie ein Spielzeug in der Spielecke im Kindergarten.

  • Es gehört nicht nur einem Kind, sondern allen zusammen.
  • Jeder darf es für eine bestimmte Zeit nutzen.
  • Danach stellt man es ordentlich zurück, damit das nächste Kind damit spielen kann.

Genau so ist Carsharing – nur eben mit Autos für Erwachsene.


Was ist Carsharing?

Carsharing bedeutet:
Viele Menschen teilen sich Autos, anstatt selbst eins zu kaufen.

Also:

    • Man kauft kein Auto.
    • Man leiht sich ein Auto, wenn man es braucht.
    • Man zahlt nur für die Zeit und die Kilometer, die man fährt.

Wie funktioniert das?

1. Anmelden

Die Erwachsenen:

    • melden sich bei einer Carsharing-Firma an (z.B. mit App oder im Internet),
    • zeigen ihren Führerschein (also dass sie fahren dürfen).

2. Auto aussuchen

In einer App auf dem Handy sieht man:

    • Wo stehen Autos?
    • Welche Autos sind frei?

Dann wählt man ein Auto aus und bucht es – so wie man einen Platz im Bus reserviert.

3. Auto öffnen

    • Das Auto hat keinen normalen Schlüssel.
    • Man öffnet es mit dem Handy oder einer speziellen Karte.
    • Im Auto liegt dann ein Schlüssel zum Fahren.

4. Losfahren

Jetzt kann man:

    • einsteigen,
    • anschnallen,
    • Motor starten,
    • losfahren – zum Beispiel zum Einkaufen oder zu Freunden.

5. Zurückgeben

Wenn man fertig ist:

    • stellt man das Auto an einem erlaubten Platz ab (je nach System entweder an einer bestimmten Station oder irgendwo im erlaubten Gebiet),
    • beendet die Fahrt in der App,
    • steigt aus und schließt das Auto.

Dann kann der nächste Mensch das Auto nutzen.


Warum machen Leute Carsharing?

Weil es viele Vorteile hat:

  • Günstiger: Man zahlt nur, wenn man fährt. Kein Geld für Kauf, Reparaturen oder Versicherung.
  • Weniger Autos in der Stadt: Wenn sich viele Menschen Autos teilen, braucht man weniger Parkplätze.
  • Besser für die Umwelt: Weniger Autos = weniger Stau, weniger Abgase.
  • Praktisch: Man muss sich nicht um Werkstatt, Reifenwechsel oder Autowäsche kümmern.

Merke dir:

  • Carsharing = Autos teilen.
  • Man braucht das Auto nicht zu besitzen, nur ausleihen.
  • Buchen mit Handy-App, Auto holen, fahren, zurückbringen.
  • So können viele Menschen ein paar Autos gemeinsam nutzen, statt dass jeder ein eigenes hat.

Tipps zur Auswahl des passenden Carsharing Anbieters und worauf du bei Kosten Versicherung und Nutzung achten solltest

Beim Anbieter lohnt sich zuerst ein Blick auf das Geschäftsgebiet und die Fahrzeugauswahl. Bringt dir das Carsharing nichts vor der Haustür, hilft dir der beste Tarif nicht. Schau in die App-Karte: Sind genug Autos dort, wo du wohnst und wo du oft hinwillst (z.B. Büro, Bahnhof)? Wichtig ist auch, ob du lieber spontan fährst (Free-Floating, Auto irgendwo im Gebiet abstellen) oder feste Stationen ok für dich sind. Wenn du öfter mit Kindern, viel Gepäck oder zum Möbelhaus fährst, achte darauf, ob es Kombis, Transporter oder Kindersitze gibt. Für reine Stadtfahrten reicht oft ein Kleinwagen, der ist meist günstiger und leichter zu parken.

Bei den Kosten zählen nicht nur der Minuten- oder Kilometerpreis, sondern das Gesamtpaket. Typische Punkte: Anmeldegebühr, monatliche Grundgebühr, Preis pro Minute oder Stunde, Kilometerkosten und mögliche Zusatzkosten bei Nachtfahrten oder Flughafenabgabe. Lies dir kurz durch, wie die Versicherung geregelt ist: Meist bist du haftpflicht- und vollkaskoversichert, aber die Selbstbeteiligung kann stark schwanken. 300 Euro tun anders weh als 1.500 Euro. Oft gibt es Tarife, bei denen du etwas mehr pro Fahrt zahlst, dafür aber eine geringere Selbstbeteiligung hast – das kann sich lohnen, wenn du selten fährst oder dir einfach Sorgen um Schäden machst. Schau auch, wie streng der Anbieter bei Tank- oder Ladestand ist: Manche verlangen, dass du unter einem bestimmten Füllstand tankst oder lädst, sonst zahlst du eine Gebühr.

Wesentliche Punkte

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Carsharing eine flexible Ergänzung zum eigenen Auto oder zu Bus und Bahn sein kann. Es ermöglicht, bei Bedarf auf ein Fahrzeug zurückzugreifen, ohne sich um Anschaffung, Versicherung und Wartung kümmern zu müssen. Je nach Anbieter stehen unterschiedliche Fahrzeugtypen und Nutzungsmodelle zur Verfügung, die sich für kurze Erledigungen, den Arbeitsweg oder gelegentliche Ausflüge eignen.

Im Alltag ist das Thema vor allem deshalb relevant, weil es hilft, Kosten bewusst zu steuern, Verkehrsbelastung und Parkplatzsuche zu verringern und Ressourcen besser zu nutzen. Wer seine Mobilität gut plant und die eigenen Fahrgewohnheiten kennt, kann mit Carsharing eine praktische, oft auch umweltbewusstere Alternative für viele Wege finden.

War diese Erklärung hilfreich?
✨ Ich kann es besser erklären / Fehler gefunden

Newsletter

Gebe Deine E-Mail-Adresse ein und abonniere unseren Newsletter.