Stell dir einen digitalen Assistenten wie einen schlauen Helfer im Handy oder Computer vor. Du sprichst mit ihm, und er hilft dir. Die DSGVO sind die Regeln in Europa, die deine privaten Sachen schützen. Aus Sicht der DSGVO gilt für so einen Assistenten:
– Er fragt um Erlaubnis: Bevor er deine Daten nutzt (z. B. Stimme, Name), muss er dich/ deine Eltern fragen.
– Er erklärt verständlich: Er muss sagen, welche Daten er sammelt und wofür.
– Nur so viel wie nötig: Er darf nur die Daten nehmen, die er wirklich braucht, nicht mehr.
– Gut aufbewahren: Deine Daten müssen wie in einer abgeschlossenen Schatzkiste sicher sein.
– Nicht weitergeben ohne Erlaubnis: Er darf deine Daten nicht einfach an andere Firmen geben.
– Du hast Rechte: Du darfst sehen, welche Daten es gibt, Fehler verbessern lassen und vieles löschen lassen.
– Nicht für immer: Daten dürfen nicht ewig gespeichert werden.
– Extra Schutz für Kinder: Für Kinder braucht es besonders klare Regeln und oft die Zustimmung der Eltern.
– Auf Reisen schützen: Wenn Daten in andere Länder geschickt werden, müssen sie dort genauso gut geschützt sein.
Was kannst du selbst tun?
– Frag deine Eltern, bevor du einen Assistenten nutzt.
– Schau mit ihnen in die Einstellungen: Mikrofon/Verlauf nur an, wenn nötig.
– Sag dem Assistenten keine Geheimnisse (Passwörter, Adresse, Schule).
– Lösch ab und zu den Sprachverlauf.
Digitaler Assistent aus DSGVO Sicht einfach erklärt mit Risiken Praxisbeispielen Checkliste und konkreten Empfehlungen für den rechtssicheren Einsatz
Ein digitaler Assistent verarbeitet oft mehr personenbezogene Daten, als man denkt. Schon Chatverläufe, IP-Adressen, Stimmen, Kundennummern oder interne Notizen fallen darunter. Verantwortlich ist meist das Unternehmen, der Assistenten-Anbieter ist Auftragsverarbeiter. Braucht es eine Rechtsgrundlage: Vertragserfüllung bei Support, berechtigtes Interesse mit Abwägung, oder Einwilligung bei optionalen Features. Weniger ist mehr: nur Daten abfragen, die für den Zweck nötig sind. Keine Gesundheitsdaten oder Gehaltsinfos, außer es gibt eine klare Ausnahme nach Art. 9 DSGVO. Typische Risiken: das Tool speichert Prompts länger als gedacht, die Daten landen außerhalb des EWR, der Anbieter nutzt Eingaben zum Trainieren, oder der Bot halluziniert falsche Auskünfte. Beispiel: Ein HR-Chatbot bittet um eine Krankheitsdiagnose – das ist unnötig und heikel. Oder ein Sales-Assistent schickt Chatprotokolle in die USA ohne passende Garantien.
Praktische Checkliste: Zweck festnageln, Datenarten begrenzen, Speicherfristen kurz halten, Löschung automatisieren. Anbieter prüfen: EU-Hosting, Datenverarbeitungsvertrag, Unterauftragsverarbeiter, Deaktivierung von Trainingsnutzung, Standardvertragsklauseln bei Drittlandtransfer. Technisch: Zugriffe rollenbasiert, Verschlüsselung, Protokollierung, Pseudonymisierung oder Maskierung in Prompts, Filter für sensible Begriffe, keine „Memory“-Funktion ohne Not. Prozesse: Datenschutz-Hinweis im Chat, Einwilligung nur wenn wirklich freiwillig, Widerspruchsmöglichkeit, Anfragen zu Auskunft/Löschung abwickeln. Bei hohem Risiko eine Datenschutz-Folgenabschätzung machen, etwa wenn Mitarbeiter überwacht oder Profile erstellt werden. In der Praxis: keine Passwörter oder Geheimnisse in Prompts, Tests zuerst mit synthetischen Daten, heikle Antworten menschlich gegenprüfen, klare Haftungs- und Supportwege festlegen. So bleibt der Assistent nützlich, ohne Datenschutzlöcher zu reißen.
Wesentliche Punkte
Unterm Strich gilt: Digitale Assistenten sind nur dann verantwortbar, wenn der Zweck klar ist, so wenig Daten wie nötig verarbeitet werden, Abläufe verständlich erklärt sind und wirkungsvolle Schutzmaßnahmen greifen. Ebenso entscheidend ist, dass die Rechte der betroffenen Personen geachtet und einfach nutzbar sind. Verantwortung tragen sowohl die Anbieter als auch diejenigen, die solche Systeme einsetzen – mit klaren Zuständigkeiten und umsichtigem Handeln. Im Alltag ist das relevant, weil solche Helfer viele Aufgaben begleiten und dabei laufend Informationen verarbeiten. Wer datensparsame Einstellungen wählt, Hinweise aufmerksam liest und Angebote bewusst auswählt, kann den Nutzen sicher ausschöpfen, ohne den eigenen Schutz aus den Augen zu verlieren.

