Hier sind einfache Tipps, wie man zu Hause Energie spart – und damit Geld und Umwelt schont.
1. Stromfresser erkennen
Manche Geräte brauchen viel Strom, auch wenn sie klein wirken:
- Heizung & Warmwasser
- Kühlschrank & Gefriertruhe
- Waschmaschine & Trockner
- Herd & Backofen
- Computer, Fernseher, Spielekonsole
Je weniger diese laufen oder je sparsamer sie eingestellt sind, desto besser.
2. Richtig heizen und lüften
Heizen verbraucht extrem viel Energie.
- Raumtemperatur senken
- Wohnzimmer: ca. 20 °C
- Schlafzimmer: 16-18 °C
- Jeder Grad weniger spart Energie.
- Heizung nicht zudecken
Keine Möbel oder Vorhänge vor der Heizung – sonst heizt du die Wand, nicht den Raum.
- Stoßlüften statt Fenster kippen
- 3-5 Minuten Fenster ganz auf, Durchzug machen
- Kippen kostet viel Wärme und bringt wenig frische Luft
3. Licht clever nutzen
- LED-Lampen benutzen
Sie brauchen viel weniger Strom als alte Glühbirnen.
- Licht aus, wenn du den Raum verlässt – auch wenn es nur für ein paar Minuten ist.
- Tageslicht nutzen
Vorhänge auf, Schreibtisch ans Fenster statt mitten in den dunklen Raum.
4. Geräte richtig ausschalten
- Standby vermeiden
Fernseher, Konsole, PC, Boxen usw. ziehen auch Strom, wenn das rote Lämpchen leuchtet.
- Steckdosenleisten mit Schalter nutzen
Abends oder wenn du weg bist: Klick – alles wirklich aus.
- Ladegeräte rausziehen
Ladegeräte nicht dauerhaft in der Steckdose lassen.
5. Kühlschrank & Gefriertruhe
- Temperatur richtig einstellen
Kühlschrank: ca. 7 °C, Gefrierfach: -18 °C reicht völlig.
- Türen schnell wieder zu
Nicht lange offen stehen lassen und reinglotzen.
- Nicht heiß hineinstellen
Essen erst abkühlen lassen, dann in den Kühlschrank tun.
- Gut sortieren
Wenn du weißt, wo was steht, geht die Tür kürzer auf.
6. Kochen und Backen
- Topfdeckel benutzen – Wasser kocht schneller, Herd braucht weniger Energie.
- Passende Topfgröße
Kleiner Topf auf großer Platte = Energieverschwendung.
- Wasserkocher statt Herd
Wasser für Tee, Nudeln usw. lieber im Wasserkocher erhitzen.
- Backofen: Umluft & kein ständiges Türöffnen
Umluft braucht meist weniger Temperatur. Jede geöffnete Tür lässt Wärme raus.
7. Waschen und Trocknen
- Niedrige Temperaturen
30 °C oder 40 °C reicht meistens, 60 °C nur für Bettwäsche/Handtücher.
- Maschine voll machen
Mehrere kleine Wäschen kosten mehr Strom und Wasser.
- Wäschetrockner vermeiden
Wenn möglich: Wäsche aufhängen statt Trockner benutzen.
8. Computer, Handy, Konsole
- Energiesparmodus nutzen bei PC/Laptop.
- Bildschirm ausschalten, wenn du länger weg bist.
- Konsole richtig aus, nicht nur ins Standby schicken.
- Handy nicht über Nacht laden – es ist oft früher voll.
9. Wasser sparen (spart auch Energie)
- Duschen statt baden – ein Bad braucht viel mehr warmes Wasser.
- Kürzer duschen – jede Minute weniger spart Energie.
- Wasser abdrehen beim Einseifen, Zähneputzen usw.
10. Kleine Schritte, große Wirkung
Du musst nicht alles perfekt machen. Aber:
- Licht aus + Standby aus
- Ein bisschen weniger heizen
- Kürzer duschen
- Geräte bewusst nutzen
Wenn du das jeden Tag machst, sparst du übers Jahr viel Energie und Geld – ganz ohne riesigen Aufwand.
Stromfresser im Alltag erkennen und durch sparsame Alternativen ersetzen
Im Alltag stecken die größten Stromfresser oft in alten Geräten, die einfach „noch laufen“. Ein alter Kühlschrank oder Gefrierschrank im Keller kann mehr verbrauchen als alle Lampen zusammen. Das merkt man nicht sofort, weil er still vor sich hin brummt. Ähnlich ist es mit alten Fernsehern, Röhrenmonitoren oder stromhungrigen Halogenlampen. Auch Geräte im Standby ziehen ständig Strom: Fernseher, Receiver, Spielekonsolen, Ladegeräte in der Steckdose. Man sieht es nicht, aber der Zähler dreht sich weiter.
Sinnvoll ist, nach und nach auf sparsame Alternativen umzusteigen. LED-Lampen verbrauchen deutlich weniger Strom als Halogen oder alte Glühbirnen und halten viel länger. Beim Neukauf von Haushaltsgeräten lohnt sich ein Blick auf die Energieeffizienzklasse, auch wenn das Gerät etwas teurer ist. Eine schaltbare Steckerleiste hilft, mehrere Geräte richtig auszuschalten, statt sie im Standby zu lassen. Wer unsicher ist, was viel verbraucht, kann sich ein einfaches Strommessgerät ausleihen oder kaufen und mal eine Woche lang testen. So sieht man schwarz auf weiß, welche Geräte sich wirklich lohnen auszutauschen.
FAQ
Wie kann ich beim Heizen zu Hause Energie sparen?
Heize Räume nur so warm, wie nötig: Wohnräume auf etwa 20 °C, Schlafzimmer etwas kühler. Halte Türen zu weniger beheizten Räumen geschlossen und lüfte kurz und kräftig statt dauerhaft bei gekipptem Fenster.
Was bedeutet „Standby-Verbrauch“ und wie kann ich ihn vermeiden?
Standby ist der Bereitschaftsmodus von Geräten, wenn sie scheinbar „aus“ sind, aber noch Strom ziehen, z. B. Fernseher mit rotem Lämpchen. Nutze abschaltbare Steckerleisten oder ziehe Stecker ganz, um diesen Stromverbrauch zu verhindern.
Lohnt es sich, alte Glühbirnen gegen LED-Lampen auszutauschen?
Ja. LED-Lampen verbrauchen deutlich weniger Strom und halten viel länger als alte Glühbirnen. Der höhere Kaufpreis rechnet sich meist schon nach wenigen Monaten bis wenigen Jahren durch die Stromersparnis.
Wie kann ich beim Waschen Strom sparen, ohne auf Sauberkeit zu verzichten?
Wasche meist bei 30-40 °C, das reicht für normale Wäsche. Nutze die Maschine gut ausgelastet, also möglichst voll, und verzichte, wenn möglich, auf den Trockner, indem du Wäsche aufhängst.
Spart es Energie, wenn ich Geräte komplett ausschalte statt nur leiser zu stellen?
Ja. Fernseher, Computer oder Spielekonsolen verbrauchen im Betrieb immer Strom, auch wenn der Ton aus oder der Bildschirm gedimmt ist. Durch richtiges Ausschalten oder Herunterfahren sinkt der Stromverbrauch deutlich.
Zusammenfassung
Zusammenfassend zeigt sich, dass schon kleine Veränderungen im Alltag spürbar zur Senkung des Energieverbrauchs beitragen können. Wer bewusst mit Heizung, Warmwasser, Beleuchtung und elektrischen Geräten umgeht, schont nicht nur den eigenen Geldbeutel, sondern leistet auch einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz. Indem wir unsere Gewohnheiten Schritt für Schritt anpassen, gewinnen wir mehr Kontrolle über unsere laufenden Kosten und stärken zugleich das Bewusstsein für einen verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen. So wird Energiesparen zum festen Bestandteil des Alltags – einfach, wirksam und nachhaltig.

