Stell dir vor, jemand malt ein Bild oder macht ein Lied. Diese Person darf entscheiden, wer es kopieren und weitergeben darf. Das nennt man Urheberrecht.
Was ist Filesharing?
– Filesharing heißt: Dateien wie Musik, Filme, Spiele oder Bücher über das Internet mit anderen teilen.
Was ist strafbar/ verboten?
– Dinge teilen oder herunterladen, die jemand anders gemacht hat (z. B. Musik, Filme, Spiele), wenn du keine Erlaubnis hast.
– Tauschbörsen/BitTorrent benutzen: Dort lädst du oft nicht nur runter, sondern gibst gleichzeitig an andere weiter. Das ist verboten.
– Von klar illegalen Seiten streamen (anschauen), zum Beispiel neue Kinofilme „umsonst“. Auch nur Anschauen kann Ärger geben.
– Kopierschutz knacken, um etwas zu kopieren.
– Hochladen von fremden Songs, Filmen, Bildern oder E‑Books ins Internet (z. B. in Clouds, Foren, YouTube), wenn du nicht die Rechte hast.
– Links zu offensichtlich geklauten Inhalten verbreiten.
Was ist erlaubt?
– Eigene Sachen teilen: deine Fotos, deine Zeichnungen, deine selbstgemachte Musik.
– Inhalte von legalen Diensten wie Spotify, Netflix, Mediatheken, oder offizielle YouTube‑Kanäle nutzen.
– Sachen teilen, bei denen es ausdrücklich erlaubt ist (z. B. „freie Lizenzen“ wie Creative Commons) – aber dann die Regeln dort beachten.
– Eine Kopie nur für dich selbst machen, wenn die Quelle legal ist und du keinen Kopierschutz kaputt machst.
Typische Missverständnisse
– „Ich lade nur runter, nicht hoch.“ In Tauschbörsen teilst du meist automatisch mit – das ist das Problem.
– „Ich habe nichts gespeichert, nur gestreamt.“ Wenn die Seite klar illegal ist, kann auch das verboten sein.
– „Ich schicke das nur an meine Klasse/Gruppe.“ Auch das kann verboten sein, weil es im Internet schnell „an die Öffentlichkeit“ geht.
Was kann passieren?
– Deine Eltern können teure Briefe bekommen (Abmahnungen) und müssen Geld zahlen.
– Es kann großen Ärger geben, wenn man das oft oder in großem Umfang macht.
So machst du es richtig
– Nutze nur bekannte, legale Plattformen.
– Wenn etwas normalerweise Geld kostet, aber irgendwo „gratis“ angeboten wird, sei vorsichtig: Das ist oft illegal.
– Teile nur Dinge, an denen du die Rechte hast – oder frag vorher um Erlaubnis.
– Im Zweifel: Frag einen Erwachsenen.
Was beim Filesharing strafbar ist, welche Ausnahmen gelten und wie du mit sicheren Alternativen Abmahnungen vermeidest
Unerlaubtes Teilen geschützter Werke ist rechtswidrig und kann abgemahnt oder sogar strafrechtlich verfolgt werden. In Tauschbörsen wie BitTorrent lädst du beim Herunterladen automatisch wieder hoch – das reicht für Ärger, selbst bei einem einzelnen Song. Der Download aus offensichtlich illegalen Quellen ist verboten; die Privatkopie hilft dann nicht. Kopierschutz knacken ist ebenso tabu. Streaming von klar illegalen Portalen ist rechtlich unzulässig. Erlaubt sind Kopien aus legaler Quelle für dich und deinen engen Kreis, solange kein Kopierschutz umgangen wird. Inhalte mit freien Lizenzen (z. B. Creative Commons) oder aus der Public Domain darfst du nutzen, wenn du die Lizenzregeln einhältst. Zitate gehen nur in engen Grenzen und mit Quellenangabe.
Sichere Alternativen sparen Nerven und Geld: nutze Mediatheken, legale Streamingdienste, digitale Leihen oder werbefinanzierte Angebote. Torrents nur für freie Inhalte, etwa Linux-ISOs. Praktische Tipps: P2P-Programme deinstallieren oder strikt nur für legale Torrents nutzen. Keine „kostenlosen“ Kino-Streams aus dubiosen Foren anklicken. Kinder und Mitbewohner aufklären; WLAN mit starkem Passwort und Gäste-WLAN absichern. Ein VPN ist kein Freifahrtschein und verhindert Abmahnungen nicht zuverlässig. Wenn doch etwas Falsches gestartet wurde: sofort stoppen, Programm schließen und nichts weiterverteilen.
Zusammenfassung
Unterm Strich gilt: Wer urheberrechtlich geschützte Inhalte ohne Erlaubnis anbietet oder herunterlädt, muss mit rechtlichen Folgen rechnen. Erlaubte Angebote sind an klaren Nutzungsrechten erkennbar; im Zweifel ist Zurückhaltung die sicherste Wahl. Wer einen Anschluss bereitstellt, sollte ihn absichern und Mitnutzende über Regeln informieren. Das ist im Alltag wichtig, weil wir Musik, Filme, Serien, Spiele und Programme häufig im Netz nutzen – ein bewusster Umgang vermeidet Konflikte, schont Geldbeutel und Nerven und achtet die Arbeit der Kreativen.

