Stell dir das Führungszeugnis wie einen „Vertrauenzettel“ vom Staat vor. Darauf steht, ob jemand schlimme Straftaten gemacht hat. Viele Chefs oder Vereine wollen so einen Zettel sehen, bevor man bei ihnen anfängt.
Wichtig zu wissen
– Ein Führungszeugnis gibt es erst ab 14 Jahren.
– Es zeigt nur bestimmte, wichtige Sachen. Es ist privat.
– Es gibt verschiedene Arten:
– Normal: für dich selbst oder für einen Job.
– Erweitert: brauchst du oft, wenn du mit Kindern arbeiten willst (z. B. im Verein). Dafür brauchst du eine Bestätigung vom Verein/Arbeitgeber.
– Für eine Behörde: geht direkt an ein Amt (z. B. Ausländerbehörde).
So beantragst du es
1) Überlege, welche Art du brauchst.
– Fragt dich jemand danach? Dann sagt er dir meistens, welche Art nötig ist und wohin es geschickt werden soll.
– Für „erweitert“: Hol dir vorher eine schriftliche Bestätigung (Formular/Brief) vom Verein/Arbeitgeber.
2) Such deine Unterlagen zusammen.
– Personalausweis oder Reisepass.
– Adresse der Stelle, die es bekommen soll (wenn es direkt dorthin gehen soll).
– Bestätigung für „erweitert“ (falls nötig).
3) Antrag stellen – du hast zwei einfache Wege:
– Im Bürgeramt/Rathaus:
– Nimm deinen Ausweis mit.
– Sag, welche Art du brauchst und wohin es geschickt werden soll.
– Bezahle die Gebühr.
– Online:
– Du brauchst deinen Ausweis mit Online-Funktion, die PIN, und ein Smartphone mit NFC oder ein Kartenlesegerät.
– Geh auf die Internetseite vom Bundesamt für Justiz, fülle alles aus und bezahle.
4) Warten
– Meist 1-2 Wochen, manchmal etwas länger.
– Das Führungszeugnis kommt per Post zu dir oder direkt zur Behörde (je nach Art).
Kosten
– Meist 13 Euro.
– Manchmal gratis, wenn du dich ehrenamtlich engagierst und eine Bestätigung dafür hast.
Tipps
– Schreib Namen und Adresse genau richtig.
– Hebe Belege/Bestätigungen gut auf.
– Wenn du im Ausland wohnst, kannst du es per Post beim Bundesamt für Justiz beantragen.
Kurz gesagt: Ausweis schnappen, sagen welche Art du brauchst, bezahlen, warten – fertig.
So klappt der Antrag stressfrei Unterlagen Online oder Bürgeramt Belegarten N und O Kosten Dauer und Tipps für schnellere Zustellung und weniger Rückfragen
Am einfachsten stellst du den Antrag online beim Bundesamt für Justiz oder vor Ort im Bürgeramt. Online brauchst du einen Personalausweis mit aktivierter Online-Ausweisfunktion (oder eAT), die sechsstellige PIN, ein Smartphone mit NFC oder ein Kartenlesegerät und die AusweisApp. Im Bürgeramt reicht Ausweis oder Reisepass; wenn im Dokument keine aktuelle Adresse steht, nimm eine Meldebescheinigung mit. Belegart N ist für private Zwecke, zum Beispiel Arbeitgeber oder Verein; das Zeugnis kommt dann direkt zu dir nach Hause. Belegart O ist nur für Behörden; es wird direkt an die Behörde geschickt. Trage dafür die exakte Anschrift und am besten das Aktenzeichen ein, sonst fragt die Behörde nach.
Die Gebühr beträgt 13 Euro. Online zahlst du elektronisch, im Bürgeramt bar oder mit Karte. Eine Befreiung ist möglich, etwa bei Ehrenamt oder bei finanzieller Bedürftigkeit, jeweils mit Nachweis. Die Bearbeitung dauert meist 1-2 Wochen, manchmal länger, plus Postweg. Für weniger Rückfragen: vorab klären, ob wirklich Belegart O oder ein erweitertes Führungszeugnis verlangt wird; für das erweiterte brauchst du eine schriftliche Bestätigung mit Rechtsgrundlage. Alle Daten sorgfältig eintragen (auch frühere Namen), Adresse im Melderegister prüfen. Beim O-Beleg die Behörde und den Zweck genau benennen. Online vorher checken, ob deine eID und PIN funktionieren – das spart Tage. Und: Viele Stellen akzeptieren Zeugnisse nur „nicht älter als 3 Monate“; Zeitpunkt der Beantragung entsprechend planen.
Wesentliche Punkte
Kurz gesagt: Die Beantragung gelingt mit wenigen Schritten, wenn Sie Ihre Identitätsnachweise und die geforderten Angaben bereithalten. Achten Sie auf die anfallenden Gebühren und planen Sie ausreichend Zeit für Prüfung und Zustellung ein, damit Fristen sicher eingehalten werden. Klären Sie vorab, welchen Nachweis die anfordernde Stelle genau erwartet und wohin er übermittelt werden soll. Im Alltag ist das wichtig, weil dieser Nachweis bei Bewerbungen, neuen Aufgaben und verschiedenen Behördenvorgängen häufig verlangt wird – wer rechtzeitig handelt, spart Zeit und vermeidet unnötigen Stress.

