Permafrost einfach erklärt: Was ist dauerhaft gefrorener Boden?

Stell dir vor, der Boden wäre wie ein großer Gefrierschrank.

Was ist Permafrost?

Permafrost ist Boden, der mindestens zwei Jahre hintereinander dauerhaft gefroren ist.
Also: Er taut im Sommer nicht komplett auf, sondern bleibt innen kalt und gefroren.

Er besteht aus:

    • Erde, Sand, Steinen
    • Eis (gefrorenes Wasser im Boden)
    • manchmal auch gefrorenen Pflanzenresten

 

Permafrost gibt es vor allem:

    • in sehr kalten Regionen, z. B. Sibirien, Alaska, Kanada, Grönland, in den Polarregionen
    • in hohen Bergen, z. B. in den Alpen (in großen Höhen)

 

Wie sieht das im Sommer aus?

Oben auf dem Permafrost gibt es eine dünne Schicht, die im Sommer auftaut.
Diese nennt man Tiefen- oder Auftauschicht.

  • Oben: ein paar Dezimeter bis Meter tauen → Pflanzen können wachsen
  • Darunter: der Boden bleibt das ganze Jahr gefroren → Permafrost

Du kannst es dir vorstellen wie:

    • oben: matschige, nasse Erde im Sommer
    • unten: gefrorener, harter Boden wie Beton

 

Warum ist Permafrost wichtig?

  1. Er trägt Häuser, Straßen und Pipelines

In kalten Regionen baut man vieles auf Permafrost.
Wenn er taut, wird der Boden weich und kann absacken → Gebäude schief, Straßen brechen, Erdrutsche.

  1. Er speichert riesige Mengen Kohlenstoff

Im gefrorenen Boden liegen viele alte Pflanzenreste, die noch nicht komplett verrottet sind.
Wenn der Boden auftaut:

  • Bakterien zersetzen diese Reste
  • Dabei entstehen CO₂ und Methan (Treibhausgase)
  • Das verstärkt den Klimawandel – ein gefährlicher Kreislauf.
  1. Er verändert Landschaften

Wenn Eis im Boden schmilzt, entstehen:

  • Senken und Löcher im Boden (sogenannte „Thermokarst“-Landschaften)
  • Seen können entstehen oder verschwinden
  • Hänge können ins Rutschen kommen

Was hat das mit dem Klimawandel zu tun?

Die Erde wird wärmer → Permafrost taut immer stärker → dabei werden Treibhausgase frei → die Erde wird noch wärmer.

Das nennt man eine Rückkopplung:

    • Mehr Wärme → mehr Auftauen → mehr Treibhausgase → noch mehr Wärme.

Forscher haben Angst, dass:

    • sehr viel CO₂ und Methan aus dem Permafrost kommt
    • und damit das Klima noch schneller kippt, als wir es stoppen können.

 

Kurz zusammengefasst

  • Permafrost = Boden, der mindestens 2 Jahre am Stück gefroren ist.
  • Kommt in kalten Regionen und hohen Bergen vor.
  • Oben taut im Sommer eine dünne Schicht, darunter bleibt alles gefroren.
  • Wenn Permafrost taut:
  • kann der Boden instabil werden (Gefahr für Häuser, Straßen)
  • werden große Mengen Treibhausgase freigesetzt
  • verstärkt sich der Klimawandel.

Wenn du willst, kann ich dir das Ganze auch mit einer einfachen Zeichnungsidee erklären, die du selber skizzieren kannst.

 

Wie dauerhaft gefrorener Boden unser Klima verändert und was wir jetzt im Alltag dagegen tun können

Dauerhaft gefrorener Boden speichert riesige Mengen Kohlenstoff, ähnlich wie eine Tiefkühltruhe für Pflanzenreste. Taut dieser Permafrost auf, beginnen Mikroorganismen das organische Material zu zersetzen. Dabei entstehen CO₂ und Methan, die in die Luft gelangen und die Erde weiter aufheizen. Das ist ein Teufelskreis: Mehr Wärme lässt mehr Boden auftauen, dadurch werden noch mehr Treibhausgase freigesetzt. Besonders betroffen sind Regionen in Sibirien, Alaska und Kanada, aber die Folgen spüren wir weltweit – etwa durch verstärkten Klimawandel, instabile Böden, Erdrutsche oder Schäden an Gebäuden und Pipelines in diesen Gebieten.

Im Alltag lässt sich dieser Prozess nur indirekt beeinflussen, aber das ist nicht wenig. Alles, was deinen persönlichen CO₂-Ausstoß senkt, hilft, die Erwärmung zu bremsen: kürzere Autofahrten, öfter zu Fuß oder mit dem Rad, bei Flügen genauer überlegen, ob sie wirklich nötig sind. Zu Hause heizen nur so viel wie nötig, Wohnung gut dämmen, Ökostrom wählen, Geräte nicht im Standby lassen. Beim Einkaufen regionale und saisonale Lebensmittel bevorzugen, weniger wegwerfen, Fleischmenge überdenken. Wer kann, unterstützt politische Maßnahmen für Klimaschutz, zum Beispiel beim Wählen oder durch lokale Initiativen. Jede Tonne CO₂, die erst gar nicht entsteht, nimmt Druck aus dem System – und damit auch von den Permafrostböden.

 

FAQ

Was ist Permafrost?

Permafrost ist Boden, der mindestens zwei Jahre hintereinander dauerhaft gefroren bleibt. Er taucht auch im Sommer nicht vollständig auf.

Wo gibt es Permafrost?

Permafrost findet man vor allem in sehr kalten Regionen wie Sibirien, Alaska, Nordkanada, Grönland und in Hochgebirgen, zum Beispiel in den Alpen.

Woraus besteht Permafrostboden?

Er besteht aus Erde, Sand, Gestein, Eis und oft auch aus gefrorenen Pflanzenresten. Das Wasser im Boden ist dabei wie Zement zwischen den Teilchen gefroren.

Warum taut Permafrost durch den Klimawandel auf?

Weil die Durchschnittstemperaturen steigen. Wird es häufiger wärmer als 0 Grad, beginnt der einst dauerhaft gefrorene Boden nach und nach zu tauen.

Was passiert, wenn Permafrost taut?

Gebäude, Straßen und Pipelines können absacken oder reißen, weil der Boden instabil wird. Außerdem können Gase wie Kohlendioxid und Methan freikommen, die zuvor im gefrorenen Boden eingeschlossen waren.

Warum ist tauender Permafrost für das Klima wichtig?

Beim Auftauen zersetzen sich alte Pflanzenreste im Boden. Dabei entstehen Treibhausgase, die die Erderwärmung weiter verstärken können – ein Rückkopplungseffekt.

 

Zusammenfassung

Zum Schluss lässt sich festhalten: Dauerhaft gefrorener Boden ist ein empfindliches System, das seit Jahrtausenden stabil erscheint, sich aber durch die Erwärmung des Klimas sichtbar verändert. Wird er instabil, betrifft das nicht nur entlegene Regionen, sondern auch Menschen, die dort leben, bauen und arbeiten. Zudem beeinflusst das Auftauen der Böden das Klima weiter, weil gespeicherte Gase freigesetzt werden können. Auch wenn Permafrost weit weg wirkt, zeigt er uns, wie eng Natur, Klima und unser Alltag miteinander verbunden sind – und wie wichtig es ist, achtsam mit unserer Umwelt umzugehen.

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