So entsteht ein Filmplakat

Ein Filmplakat ist die „Visitenkarte“ eines Films. Es soll Lust machen, den Film zu sehen. So entsteht es – Schritt für Schritt, einfach erklärt:


1. Idee und Infos zum Film sammeln

Bevor jemand etwas gestaltet, müssen alle Infos klar sein:

  • Wie heißt der Film?
  • Welches Genre? (Horror, Komödie, Action, Liebesfilm …)
  • Wer spielt mit? (wichtige Schauspieler)
  • Wann kommt der Film ins Kino?
  • Welche Stimmung soll das Plakat haben? (lustig, düster, spannend, mysteriös)

Aus diesen Infos entsteht eine grobe Vorstellung: Wie soll das Plakat ungefähr wirken?


2. Zielgruppe festlegen

Die Macher überlegen:

  • Für wen ist der Film? Kinder, Jugendliche, Erwachsene?
  • Wen will man mit dem Plakat ansprechen?

Beispiel:

  • Horrorfilm: dunkle Farben, gruselige Bilder
  • Kinderfilm: bunte Farben, große Figuren, lustige Szenen

Die Zielgruppe bestimmt das Aussehen sehr stark.


3. Erste Skizzen (Entwürfe)

Jetzt fangen Grafiker oder Designer an, grob zu zeichnen:

  • Wo steht der Filmtitel?
  • Wo sind die Schauspieler zu sehen?
  • Kommt ein wichtiges Symbol hin? (z.B. ein Ring bei „Herr der Ringe“)
  • Wie sollen die Farben ungefähr sein?

Das sind noch keine fertigen Bilder, eher schnelle Skizzen, um Ideen auszuprobieren. Oft werden mehrere verschiedene Entwürfe gemacht.


4. Fotos und Material sammeln

Für das echte Plakat braucht man gutes Bildmaterial:

  • Fotos von den Schauspielern (oft in einem Fotoshooting extra fürs Plakat)
  • Szenenbilder aus dem Film
  • Logos (z.B. von der Filmfirma)
  • Schriftarten (Fonts), die zur Stimmung passen

Alles muss in hoher Qualität sein, damit das Plakat später scharf aussieht.


5. Gestaltung am Computer

Jetzt wird es „ernst“: Der Designer setzt alles zusammen, z.B. mit Photoshop oder ähnlichen Programmen.

Dabei werden entschieden:

Bildaufbau

  • Wer ist im Vordergrund, wer im Hintergrund?
  • Steht die Hauptfigur in der Mitte?
  • Ist im Hintergrund eine Stadt, ein Weltraum, ein Schloss …?

Farben

  • Hell und bunt für Komödie
  • Dunkel und kontrastreich für Horror/Thriller
  • Warme Töne für Liebesfilm, kalte Töne für Sci-Fi

Schrift

  • Große, auffällige Schrift für den Filmtitel
  • Darunter oft ein Spruch (Slogan), z.B. „Nichts wird mehr sein wie zuvor.“
  • Namen der Schauspieler meist oben oder unten
  • Kleingedrucktes am unteren Rand (Regie, Produzenten, Firma usw.)

Oft werden auch Effekte eingesetzt:

  • Lichtstrahlen, Rauch, Explosionen
  • Farbfilter, damit alles einheitlich wirkt
  • Retusche (Haut, Hintergründe, Details)


6. Feedback und Änderungen

Das erste fertige Design wird dem Regisseur, der Filmfirma und der Marketingabteilung gezeigt.

Sie entscheiden:

  • Wirkt das Plakat spannend genug?
  • Passt es zur Stimmung des Films?
  • Sind die Stars gut genug zu sehen?
  • Versteht man sofort, was für ein Film das ist?

Dann kommen Änderungswünsche:

  • „Mach den Titel größer.“
  • „Nimm ein anderes Foto von der Hauptdarstellerin.“
  • „Das wirkt zu dunkel, etwas heller machen.“
  • „Der Spruch soll anders lauten.“

Oft gibt es mehrere Runden mit Feedback, bis alle zufrieden sind.


7. Verschiedene Versionen erstellen

Meist gibt es nicht nur ein einziges Plakat:

  • Teaser-Plakat: sehr früh, zeigt vielleicht nur ein Symbol oder ein Datum
  • Hauptplakat: das bekannte Kinoplakat mit den Figuren und dem Titel
  • Varianten für:
  • Social Media (Instagram-Format, Stories)
  • Busse, Bahnhöfe (Großflächen)
  • Online-Banner

Das Grunddesign bleibt, aber Format und Ausschnitt werden angepasst.


8. Druck und Veröffentlichung

Wenn alles endgültig freigegeben ist:

  • Das Plakat wird in Druckereien auf große Plakate, City-Light-Poster, Flyer usw. gedruckt.
  • Kinos erhalten die Plakate und hängen sie aus.
  • Online-Versionen werden auf Webseiten, Instagram, TikTok, YouTube-Thumbnails usw. benutzt.

Ab dann soll das Plakat möglichst oft gesehen werden – damit viele Menschen den Film bemerken.


Zusammenfassung in einem Satz

Ein Filmplakat entsteht, indem man zuerst die Idee und Zielgruppe klärt, dann Entwürfe zeichnet, Fotos und Design am Computer kombiniert, alles mit Regisseuren/Produzenten abstimmt, verschiedene Versionen erstellt und schließlich alles druckt und online stellt – mit einem Ziel: Menschen neugierig auf den Film zu machen.

Die wichtigsten Schritte von der ersten Idee bis zum fertigen Filmplakat verständlich erklärt

Am Anfang steht die Frage: Was soll das Plakat beim Publikum auslösen? Spannung, Lachen, Neugier? Daraus entsteht die erste grobe Idee. Oft sind das nur schnelle Skizzen auf Papier oder einfache Entwürfe am Computer. Man probiert verschiedene Bildmotive durch: Nahaufnahme der Hauptfigur, eine starke Szene aus dem Film oder nur ein Symbol, das neugierig macht. Farben und Schrift spielen dabei sofort eine Rolle. Ein Horrorfilm wirkt mit dunklen Tönen und harten Kontrasten, eine Komödie eher mit hellen Farben und lockerer Schrift. In dieser Phase wird viel verworfen, geändert, neu gedacht. Das ist normal und gehört dazu.

Wenn eine Richtung feststeht, geht es ins Detail. Fotos werden professionell aufgenommen oder aus dem Filmmaterial ausgewählt, Schauspielernamen und Titel werden genau gesetzt. Dabei achtet man darauf, dass der Titel von weitem lesbar ist, zum Beispiel auf einem Bahnhofsposter. Wichtige Infos wie Startdatum oder Regie tauchen unten in kleinerer Schrift auf. Dann folgen mehrere Runden mit Feedback: Produktion, Regie, manchmal auch der Verleih melden sich mit Änderungswünschen. Kleinigkeiten wie ein etwas größerer Titel oder ein anderer Hintergrund entscheiden oft darüber, ob ein Plakat in der Menge auffällt oder untergeht. Am Ende werden die Daten für Druck und Online-Version angepasst, damit das Motiv auf Großfläche, Plakatwand und Handybildschirm gleich überzeugend wirkt.

FAQ

Frage: Wofür braucht man ein Filmplakat?
Antwort: Ein Filmplakat macht auf den Film aufmerksam. Es soll neugierig machen, die Stimmung des Films zeigen und dafür sorgen, dass Menschen den Film wiedererkennen.

Frage: Wer gestaltet ein Filmplakat?
Antwort: Meistens arbeitet ein kleines Team daran: Grafiker oder Designer gestalten das Plakat, eine Agentur plant das Konzept und der Filmverleih entscheidet am Ende, was verwendet wird.

Frage: Welche Elemente gehören auf ein Filmplakat?
Antwort: Typisch sind der Filmtitel, ein zentrales Bild oder Motiv, Schauspielernamen, das Startdatum im Kino und oft ein kurzer Werbespruch, der den Film beschreibt.

Frage: Wie entsteht die Hauptidee für das Plakat?
Antwort: Zuerst wird der Film angeschaut oder das Drehbuch gelesen. Dann überlegt das Team, was den Film am besten beschreibt, zum Beispiel eine starke Szene, eine Figur oder eine bestimmte Stimmung.

Frage: Was ist ein „Entwurf“ beim Filmplakat?
Antwort: Ein Entwurf ist eine frühe Version des Plakats. Er zeigt, wie Bild, Schrift und Farben ungefähr angeordnet werden könnten. Oft werden mehrere Entwürfe gemacht und verglichen.

Frage: Warum gibt es manchmal verschiedene Versionen eines Filmplakats?
Antwort: Für unterschiedliche Länder, Zielgruppen oder Werbeorte werden oft angepasste Plakate erstellt. So kann man besser auf Sprache, Kultur oder den Platz auf der Werbefläche reagieren.

Wesentliche Punkte

Zusammenfassend zeigt sich, dass hinter einem Plakat weit mehr steckt als ein schönes Bild: Am Anfang stehen Idee und Zielgruppe, dann folgen Entwürfe, Auswahl von Farben, Schriften und Motiven sowie die Abstimmung aller Elemente zu einem stimmigen Gesamtbild. Jede Entscheidung beeinflusst, welche Stimmung entsteht und welche Geschichte erzählt wird. Wer diesen Prozess kennt, kann im Alltag bewusster wahrnehmen, wie Bilder und Texte auf Plakaten wirken, warum bestimmte Filme Aufmerksamkeit auf sich ziehen – und wie Gestaltung unsere Entscheidungen und Erwartungen unmerklich mitprägt.

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