Stell dir dein Taschengeld wie einen kleinen Schatz vor. Damit du lange etwas davon hast, kannst du drei Dinge tun: planen, aufteilen und aufpassen.
1. Überblick haben: Wie viel Geld hast du?
- Schreib auf einen Zettel oder in ein kleines Heft:
- Wie viel Taschengeld bekommst du? (z.B. 5 € pro Woche)
- Gibt dir sonst jemand Geld? (z.B. Oma zum Geburtstag)
- So weißt du: Wie viel kommt rein? und wohin geht es?
2. Geld aufteilen: 3 „Töpfe“
Du kannst dein Geld in drei Teile aufteilen, z.B.:
- Sparen (für später)
- Für etwas Größeres: z.B. ein Spiel, Lego, Kopfhörer
- Beispiel: Von 5 € sparst du 2 €
- Ausgeben (für jetzt)
- Für kleine Dinge: Süßigkeiten, Sticker, ein Heft
- Beispiel: 2 € darfst du in dieser Woche ausgeben
- Teilen (für andere) – wenn du möchtest
- Für Spenden oder ein kleines Geschenk für jemanden
- Beispiel: 1 € legst du zur Seite, um mal jemandem eine Freude zu machen
Du kannst die Aufteilung anpassen, z.B. 3 € sparen, 1,50 € ausgeben, 0,50 € teilen.
Tipp: Nimm 3 Spardosen oder 3 Gläser und schreib drauf:
„SPAREN“, „JETZT“, „TEILEN“.
3. Vor dem Kaufen: 3 Fragen
Bevor du etwas kaufst, frag dich:
- Brauche ich das wirklich?
Oder will ich es nur kurz?
- Wie lange habe ich Freude daran?
Schokolade ist schnell weg, ein Buch oder ein Spiel bleibt lange.
- Habe ich genug Geld übrig?
Wenn nicht: weiter sparen, nicht sofort traurig werden.
4. Wünsche planen
Hast du einen größeren Wunsch? Zum Beispiel:
- Ein Spiel für 40 €
Dann rechne:
- Du sparst jede Woche 2 €
- 40 € : 2 € = 20 Wochen
- Das sind etwa 5 Monate
So merkst du: Sparen dauert, aber am Ende kannst du dir etwas kaufen, worauf du stolz bist.
5. Fehler machen ist normal
- Wenn du dein ganzes Geld für Süßigkeiten ausgibst und danach nichts mehr hast:
- Überleg dir: „War das gut so?“
- Nächstes Mal machst du es vielleicht anders.
- So lernst du, mit Geld besser umzugehen. Niemand macht alles sofort perfekt.
6. Mit deinen Eltern reden
- Frag deine Eltern:
- Wie viel Taschengeld bekommst du regelmäßig?
- Was sollst du dir selbst davon kaufen? (z.B. Süßigkeiten, Hefte)
- Wobei helfen sie dir extra? (z.B. Kleidung, Schulsachen)
- Bitte sie, dir beim Rechnen und Planen zu helfen.
Merke dir:
- Überblick behalten – wissen, wie viel du hast
- Aufteilen – sparen, ausgeben, teilen
- Nachdenken vor dem Kauf – brauche ich das wirklich?
- Dranbleiben – Sparen braucht Zeit, lohnt sich aber
Wenn du magst, kann ich dir beim nächsten Mal helfen, einen kleinen Taschengeld-Plan nur für dich zu machen.
Wie du dein Taschengeld clever einteilst und Schritt für Schritt ein eigenes Mini Budget erstellst
Damit du dein Taschengeld gut einteilen kannst, ist der erste Schritt ganz simpel: Schreib auf, wofür du es überhaupt ausgibst. Nimm einen Zettel oder eine Notiz-App und notiere eine Woche lang alles: Süßigkeiten, Gaming, Drogerie, Fahrgeld, Snacks in der Schule. Dahinter schreibst du die Euro-Beträge. Danach siehst du ziemlich klar, wohin dein Geld verschwindet. Dann überlegst du dir feste „Töpfe“: zum Beispiel 30 % für Spaß (Snacks, Spiele), 30 % zum Sparen (für etwas Größeres wie Kopfhörer oder ein neues Spiel), 20 % für unterwegs (Bus, Bahn, Schulkiosk) und 20 % als Reserve. Die Prozentzahlen kannst du natürlich anpassen, wichtig ist nur, dass du dir eine grobe Aufteilung überlegst, die zu deinem Alltag passt.
Jetzt machst du daraus dein Mini-Budget. Angenommen, du bekommst 20 Euro im Monat. Nach der Aufteilung wären das 6 Euro für Spaß, 6 Euro zum Sparen, 4 Euro für unterwegs und 4 Euro Reserve. Das kannst du ganz praktisch mit vier Umschlägen oder vier kleinen Gläsern lösen, die du beschriftest. Jedes Mal, wenn du Taschengeld bekommst, verteilst du das Geld direkt in diese „Töpfe“. Wenn der Spaß-Umschlag leer ist, ist eben Schluss für diesen Monat – auch wenn es nervt. Genau das hilft dir aber, ein Gefühl für Geld zu bekommen. Ein kleiner Tipp: Wenn du merkst, dass ein Topf ständig zu schnell leer ist, passt du die Verteilung im nächsten Monat etwas an, statt einfach jedes Mal ins Spargeld zu greifen.
FAQ
Wie viel Taschengeld ist sinnvoll?
Das hängt vom Alter, der finanziellen Situation der Familie und den Ausgaben des Kindes ab. Eltern können sich an Taschengeld-Empfehlungen orientieren und den Betrag gemeinsam mit dem Kind besprechen.
Ab wann sollte ein Kind Taschengeld bekommen?
Oft eignet sich der Beginn der Grundschule. Dann können Kinder erste Erfahrungen mit Geld machen, z.B. kleine Dinge selbst bezahlen und lernen, Beträge zu vergleichen.
Wie kann ein Kind Taschengeld gut verwalten?
Hilfreich ist eine einfache Aufteilung, z.B. in drei Bereiche: zum Ausgeben (jetzt), zum Sparen (später) und für besondere Wünsche. Dafür eignen sich drei beschriftete Gläser oder Dosen.
Sollte Taschengeld an Noten oder gutes Verhalten gekoppelt sein?
Besser nicht. Taschengeld ist eine Übung im Umgang mit Geld und sollte regelmäßig und verlässlich gezahlt werden. Lob oder Kritik sollten unabhängig davon stattfinden.
Wie lernen Kinder, mit Taschengeld nicht alles sofort auszugeben?
Gemeinsam Ziele festlegen, z.B. für ein Spiel oder ein Buch sparen, und regelmäßig darüber sprechen. Eltern können helfen, Preise zu vergleichen und zu zeigen, wie langes Sparen sich lohnt.
Was tun, wenn das Taschengeld nie reicht?
Zuerst Ausgaben gemeinsam anschauen: Wofür geht das Geld drauf? Dann zusammen überlegen, was wirklich wichtig ist. Erst wenn das dauerhaft nicht passt, kann der Betrag neu verhandelt werden.
Zusammenfassung
Zum Schluss lässt sich festhalten: Wer sein Taschengeld bewusst einteilt, lernt früh, mit Geld verantwortungsvoll umzugehen. Planen, vergleichen, Wünsche abwägen und auch einmal zu sparen statt sofort zu kaufen, hilft dabei, den eigenen Überblick zu behalten und Fehlkäufe zu vermeiden. Gleichzeitig bleibt genug Raum für kleine Belohnungen und persönliche Wünsche. So wird Taschengeld zu einem wichtigen Lernfeld, das den Alltag erleichtert, das eigene Selbstvertrauen stärkt und auf spätere finanzielle Entscheidungen vorbereitet.

