Was bedeutet Berufung – einfach erklärt

Stell dir vor, dein Leben ist wie ein großer Abenteuerspielplatz.
„Berufung“ ist das, was du auf diesem Spielplatz am allerliebsten machst – und womit du auch anderen helfen kannst.

Ganz einfach:

  • Berufung = das, wofür du „gemacht“ bist.

Das, was sich innen drin richtig und wichtig anfühlt.

  • Es ist mehr als nur ein Job, um Geld zu verdienen.

Es ist etwas, das du gern machst, auch wenn es manchmal anstrengend ist.

  • Deine Berufung erkennst du oft an:
  • Dingen, die dir Spaß machen
  • Sachen, die dir leicht fallen
  • Themen, über die du viel nachdenkst
  • Momenten, in denen du anderen helfen oder etwas Gutes tun willst

Beispiele:

  • Jemand malt unglaublich gern und gut → Vielleicht ist seine Berufung, Künstlerin oder Designer zu sein.
  • Jemand kümmert sich gern um andere und hört gut zu → Vielleicht ist seine Berufung, Arzt, Therapeutin oder Erzieher zu werden.
  • Jemand liebt Zahlen und Rätsel → Vielleicht ist seine Berufung, Programmiererin oder Forscher zu sein.

Wichtig:

  • Eine Berufung findest du nicht an einem Tag.

Sie entsteht nach und nach, wenn du viel ausprobierst und merkst:
„Das fühlt sich richtig an. Das bin ich.“

Zusammengefasst:
Berufung bedeutet: Das, was du mit deinem Leben tun möchtest, weil es dich glücklich macht und auch anderen etwas bringt.

Wie du deine Berufung findest und Schritt für Schritt in deinem Alltag lebst

Berufung findest du nicht an einem Wochenende, sondern im Alltag. Starte damit, dass du ehrlich hinschaust: Was tust du gerne, auch wenn es anstrengend ist? Wobei vergisst du die Zeit? Schreib dir eine Woche lang jeden Abend drei Situationen auf, in denen du dich lebendig, neugierig oder nützlich gefühlt hast. Mit der Zeit erkennst du Muster: Vielleicht tauchen bestimmte Tätigkeiten immer wieder auf, etwa Schreiben, Organisieren, Helfen, Reparieren oder Erklären. Rede mit Menschen, die dich gut kennen, und frag sie konkret: „Wobei erlebst du mich engagiert?“ So bekommst du einen realistischen Blick von außen und keine Idealfantasie.

Danach geht es darum, die Berufung nicht gleich auf den Kopf zu stellen, sondern in kleinen Schritten in deinen Alltag zu holen. Wenn du merkst, dass dir das Erklären liegt, fang an, Kollegen etwas beizubringen oder eine kurze Anleitung zu schreiben. Wenn du gerne gestaltest, übernimm ein kleines Gestaltungsprojekt im Verein oder in der Familie. Plane bewusst Zeitfenster ein, auch wenn es nur 20 Minuten sind, und behandle sie wie einen festen Termin. So merkst du, was sich gut anfühlt und was nur in der Vorstellung schön war. Mit solchen kleinen Experimenten wächst langsam ein Alltag, der besser zu dir passt, ohne dass du sofort Job, Wohnung und Leben umkrempeln musst.

Fragen & Antworten

Was bedeutet „Berufung“ überhaupt?
Eine Berufung ist das Gefühl, dass eine bestimmte Tätigkeit besonders gut zu einem Menschen passt und ihm wichtig ist. Man hat das Gefühl: „Das ist genau mein Ding.“

Ist eine Berufung dasselbe wie ein Beruf?
Nicht unbedingt. Ein Beruf ist eine bezahlte Arbeit. Eine Berufung kann im Beruf liegen, aber auch in einem Ehrenamt, in der Familie, im Kreativen oder in einem Hobby.

Woran erkenne ich meine Berufung?
Oft merkt man es daran, dass eine Tätigkeit Freude macht, auch wenn sie anstrengend ist. Man verliert die Zeit dabei, fühlt sich lebendig und hat das Gefühl, damit etwas Sinnvolles zu tun.

Kann man mehrere Berufungen haben?
Ja. Manche Menschen fühlen sich zu verschiedenen Bereichen hingezogen, zum Beispiel zu einem kreativen Beruf und gleichzeitig zur Arbeit mit Menschen.

Braucht jeder Mensch eine Berufung, um glücklich zu sein?
Nein. Manche Menschen haben ein starkes Berufungs-Gefühl, andere nicht. Viele sind auch ohne „große Berufung“ zufrieden, etwa mit einem sicheren Job, Hobbys und einem guten sozialen Umfeld.

Was, wenn ich meine Berufung noch nicht kenne?
Das ist normal. Man kann Neues ausprobieren, mit anderen sprechen, Praktika machen oder Hobbys testen. Mit der Zeit zeigt sich oft, was gut zu einem passt.

Abschluss

Abschließend lässt sich sagen: Berufung hat mit dem zu tun, was uns innerlich antreibt, was wir gut können und was für andere einen Wert hat. Sie zeigt sich oft in dem, was wir gerne tun, wofür wir bereit sind, Mühe zu investieren und wo wir das Gefühl haben, am richtigen Platz zu sein. Im Alltag hilft uns dieses Verständnis, bessere Entscheidungen über Ausbildung, Beruf und Lebensweg zu treffen, bewusster mit unserer Zeit umzugehen und zufriedener mit dem zu sein, was wir tun – auch dann, wenn nicht jeder Tag leicht ist.

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