Stell dir vor, du hast eine große Dose mit Salz.
Ohne besondere Hilfe passiert Folgendes:
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- Das Salz klebt zusammen.
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- Es bilden sich Klümpchen.
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- Wenn du die Dose kippst, kommt das Salz nicht mehr schön rausgerieselt.
Rieselhilfe ist ein ganz feines Pulver, das man dem Salz in winzigen Mengen dazumischt.
Es hat zwei Aufgaben:
- Verhindern, dass es klumpt
Das Pulver setzt sich zwischen die einzelnen Salzkörner.
So können sie nicht so leicht aneinander festkleben.
- Dafür sorgen, dass das Salz gut „rieselt“
Wenn du die Packung kippst oder den Salzstreuer benutzt,
fließt das Salz schön locker heraus.
Die Rieselhilfe ist also so etwas wie ein „Anti-Klump-Zauberpulver“ fürs Salz.
Sie macht das Salz nicht stärker oder salziger, sie hilft nur,
dass es schön locker bleibt und nicht fest wird.
Rieselhilfe im Salz einfach erklärt was drin ist ob es gesundheitlich bedenklich ist und welche Alternativen du nutzen kannst
Rieselhilfen sorgen dafür, dass Salz trocken bleibt und nicht klumpt. Typische Stoffe sind zum Beispiel Natriumferrocyanid (E535), Kaliumferrocyanid (E536), Calciumcarbonat (E170) oder Silikate wie E551. Die Mengen im Salz sind sehr gering und für gesunde Menschen nach heutigem Stand unbedenklich. Sie werden vom Körper größtenteils wieder ausgeschieden. Problematisch kann es höchstens werden, wenn man insgesamt viele stark verarbeitete Lebensmittel mit ähnlichen Zusatzstoffen isst. Wer sehr empfindlich reagiert oder grundsätzlich möglichst „pure“ Produkte möchte, achtet einfach auf die Zutatenliste.
Wenn du Rieselhilfen meiden willst, hast du einige Möglichkeiten. Du kannst grobes Meersalz oder Steinsalz ohne Zusätze kaufen und es in einer Mühle frisch mahlen. In der Küche hilft es, das Salz trocken zu lagern, nicht direkt über dampfenden Töpfen zu streuen und das Glas gut zu verschließen. Manche legen ein paar Reiskörner mit ins Salz – der Reis zieht Feuchtigkeit und verhindert Klumpen, ähnlich wie die Rieselhilfe, nur eben mechanisch. Wenn das Salz trotzdem mal hart wird, kannst du es einfach mit einem Löffel zerkleinern oder kurz im Mörser zerstoßen.
FAQ
Was ist Rieselhilfe im Salz?
Rieselhilfe sind Zusatzstoffe, die verhindern, dass Salzklumpen entstehen. Sie sorgen dafür, dass das Salz locker bleibt und gut aus dem Streuer rieselt.
Warum klumpt Salz überhaupt?
Salz zieht Wasser aus der Luft an. Durch die Feuchtigkeit kleben die kleinen Salzkörner zusammen und bilden Klumpen.
Ist Rieselhilfe gesundheitsschädlich?
Die in der EU zugelassenen Rieselhilfen gelten in den verwendeten Mengen als unbedenklich. Sie werden vor der Zulassung geprüft und streng geregelt.
Welche Stoffe werden als Rieselhilfe verwendet?
Häufig sind das Mineralstoffe wie Calciumcarbonat, Magnesiumcarbonat oder Siliciumdioxid. Diese Stoffe kommen auch natürlich in Gestein oder Sand vor, werden für Lebensmittel aber gereinigt und aufbereitet.
Muss Rieselhilfe auf der Verpackung stehen?
Ja. Rieselhilfen müssen in der Zutatenliste angegeben werden, zum Beispiel als „Trennmittel: E535″ oder ausgeschrieben mit Namen.
Gibt es Salz ganz ohne Rieselhilfe?
Ja. Zum Beispiel grobes Meersalz oder einige Natursalze kommen ohne Zusätze aus. Sie können aber leichter klumpen und sind manchmal schwerer zu streuen.
Abschluss
Zusammenfassend lässt sich sagen: Rieselhilfe sorgt dafür, dass Salz locker bleibt und sich gut dosieren lässt. Es handelt sich dabei um zugelassene Zusatzstoffe, die in sehr geringen Mengen eingesetzt werden und strengen Kontrollen unterliegen. Wer möchte, kann auf Produkte mit entsprechendem Hinweis verzichten oder gezielt zu Alternativen greifen. Ein kurzer Blick auf die Verpackung reicht also aus, um bewusst zu entscheiden, welches Salz man im Alltag verwenden möchte – ob beim Kochen, Nachwürzen oder bewussten Einkaufen.

