Stell dir vor, du willst im Internet etwas Cooles ausprobieren – ein Spiel, einen Test oder einen kostenlosen Probemonat. Du klickst schnell auf „Weiter“ und „OK“. Später kommt plötzlich eine Rechnung: „Du zahlst jetzt jeden Monat Geld!“ Das nennt man eine Abofalle.
Was ist ein Abofallenvertrag?
– „Abo“ heißt: Man zahlt regelmäßig, z. B. jeden Monat.
– „Falle“ heißt: Du merkst beim Klicken nicht richtig, dass es Geld kostet.
– Ein Abofallenvertrag ist also ein verstecktes Abo, das man oft aus Versehen abschließt, weil es wie „gratis“ aussieht.
Wie wird man reingelegt?
– Es steht groß „kostenlos“ oder „nur testen“, aber irgendwo klein steht der Preis.
– Es gibt Zeitdruck: „Nur heute! Schnell zugreifen!“
– Man soll Adresse oder Bankdaten eingeben, obwohl es angeblich gratis ist.
– Der Bestellknopf sagt nicht klar „kostenpflichtig bestellen“.
Woran erkennst du eine Abofalle?
– Du kennst den genauen Preis nicht.
– Du musst sehr viele Daten angeben für etwas „Gratis“.
– Es ist schwer, zu sehen, wie man wieder kündigen kann.
– Nach einer „Probezeit“ wird es automatisch bezahlt, wenn du nicht rechtzeitig stoppst.
Wichtig zu wissen
– Im Internet muss vor dem Kauf klar stehen, was es kostet. Der Knopf muss deutlich zeigen, dass es Geld kostet. Wenn das nicht klar ist, ist der Vertrag oft gar nicht gültig.
– Du hast meistens 14 Tage Zeit, um online geschlossene Verträge einfach zu widerrufen (also „Ich mache das rückgängig“ sagen).
– Kinder dürfen ohne Erlaubnis der Eltern keine teuren Verträge abschließen. Solche Verträge sind oft nicht wirksam.
Was tun, wenn du in eine Abofalle getappt bist?
1) Sofort einem Erwachsenen Bescheid sagen (Eltern, Lehrer, Vertrauensperson).
2) Nicht einschüchtern lassen. Drohbriefe oder E-Mails heißen oft „Mahnung“, sind aber nicht automatisch richtig.
3) Widerrufen: Schreibt kurz an die Firma: „Ich widerrufe den Vertrag vom [Datum]. Bitte bestätigen.“ Nenne Name und E‑Mail, mit der du bestellt hast, und bewahre einen Screenshot/Beleg auf.
4) Kündigen, falls die 14 Tage vorbei sind, und jede weitere Zahlung stoppen.
5) Wenn ihr Bank- oder Kartendaten eingegeben habt: Bank informieren und Zahlungen sperren lassen.
6) Hilfe holen: Verbraucherzentrale oder eine Vertrauensperson fragen.
So schützt du dich
– Nie schnell durchklicken, immer nach dem Preis suchen.
– Keine Bankdaten eingeben, wenn etwas „gratis“ sein soll.
– Vor „kostenlosen Probewochen“ immer schauen, wie man rechtzeitig kündigt.
– Im Zweifel: Frag einen Erwachsenen, bevor du etwas bestätigst.
Kurz gesagt: Eine Abofalle ist ein verstecktes, teures Abo. Wenn Preis und Kosten nicht klar sind oder du als Kind ohne Erlaubnis deiner Eltern zugestimmt hast, musst du oft nicht zahlen. Hol dir Hilfe und widerrufe schnell.
Abofallenvertrag einfach erklärt Merkmale erkennen Rechte kennen und mit klaren Schritten sicher kündigen und Geld zurückholen
Eine Abofalle ist ein Vertrag, den man meist ohne klare Absicht eingeht, oft nach „gratis testen“ oder „nur Versand zahlen“. Warnzeichen: Preis fehlt oder steht versteckt im Kleingedruckten, der Bestellknopf hat keinen klaren Text wie „zahlungspflichtig bestellen“, es gibt kein Impressum, dafür Countdowns und Druck („nur heute“). Beliebt sind Handy-Abos über Bannerklicks oder Pop-ups; danach tauchen Drittanbieter-Posten auf der Mobilfunkrechnung auf. Auch „PDF jetzt herunterladen“ oder „Ergebnis anzeigen“ kann plötzlich ein Abo sein. Wenn der Button nicht eindeutig ist, kommt rechtlich oft gar kein Vertrag zustande. Fehlt eine ordentliche Widerrufsbelehrung, läuft die Frist nicht los. Wer so etwas sieht: sofort Screenshot machen.
Deine Rechte sind simpel nutzbar. Innerhalb von 14 Tagen widerrufen, wenn online abgeschlossen. Zusätzlich den Vertrag wegen Täuschung anfechten und hilfsweise sofort kündigen. Alles schriftlich per E-Mail und, wenn’s ernst wird, per Einwurf-Einschreiben; Frist setzen und Zahlung ausdrücklich bestreiten. Lastschrift von deinem Konto innerhalb von 8 Wochen zurückbuchen, nicht autorisierte Abbuchungen bis zu 13 Monate. Bei Kreditkarte Chargeback beantragen („Abo bestritten“), bei App-Abos im Store kündigen und Rückerstattung anstoßen. Beim Mobilfunkanbieter Drittanbietersperre einrichten und unberechtigte Posten reklamieren. Inkasso? Ruhig bleiben: kurz widersprechen („kein Vertrag, Forderung bestritten, Daten löschen“) und nichts zahlen; Schufa-Drohungen ohne Urteil sind leere Drohungen. Kommt ein gerichtlicher Mahnbescheid, binnen 2 Wochen widersprechen. Bei Unsicherheit: Verbraucherzentrale oder Rechtsberatung einschalten.
Fazit
Abschließend gilt: Abofallen leben von versteckten Kosten und unklaren Bedingungen. Wer Angebote aufmerksam prüft, Preise und Laufzeiten kontrolliert und im Zweifel rechtzeitig widerruft oder kündigt, ist gut geschützt. Bewahren Sie Nachweise wie Bestätigungen und Vertragsangaben auf und lassen Sie sich nicht unter Druck setzen, statt vorschnell zu zahlen. Das Thema ist im Alltag relevant, weil vermeintlich kostenlose oder schnell abgeschlossene Angebote leicht in eine fortlaufende Zahlungsverpflichtung münden. Mit etwas Wachsamkeit und dem Wissen um die eigenen Rechte lassen sich teure Überraschungen vermeiden.

