Stell dir vor, du hast ein Rezept für einen Kuchen.
Im Rezept steht ganz genau:
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- Nimm eine Schüssel.
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- Gib Mehl hinein.
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- Gib Zucker dazu.
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- Rühre alles um.
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- Backe den Teig im Ofen.
Du folgst den Schritten der Reihe nach – dann bekommst du am Ende einen Kuchen.
Genau so ist ein Algorithmus.
Was ist ein Algorithmus?
Ein Algorithmus ist:
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- eine Anleitung
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- aus klaren Schritten
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- mit denen du ein Problem löst oder eine Aufgabe erledigst.
Beispiele, die du kennst
- Zähneputzen-Algorithmus:
- Zahnbürste nehmen
- Zahnpasta draufmachen
- Zähne putzen
- Mund ausspülen
- Weg-zur-Schule-Algorithmus:
- Haus verlassen
- Nach rechts gehen
- An der Ampel warten
- Straße überqueren
- Weiter bis zur Schule gehen
Algorithmus und Computer
Computer sind wie sehr strenge Kinder:
Sie machen nur genau das, was man ihnen Schritt für Schritt sagt.
- Ein Computerprogramm besteht aus vielen solchen Schritten.
- Diese Schritte nennt man Algorithmus.
Zum Beispiel:
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- Wie sortiert der Computer Zahlen vom Kleinsten zum Größten? → Algorithmus
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- Wie findet dein Handy den schnellsten Weg mit Google Maps? → Algorithmus
Wichtig bei einem Algorithmus
Ein Algorithmus muss:
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- Genau sein (keine Unklarheiten)
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- Schritt für Schritt sein
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- Am Ende zu einem Ergebnis führen
Also kurz:
Ein Algorithmus ist eine genaue Schritt-für-Schritt-Anleitung, mit der man ein Problem lösen kann – für Menschen oder für Computer.
Wie du im Alltag ganz leicht eigene kleine Algorithmen erfindest und sinnvoll einsetzt
Eigene kleine Algorithmen brauchst du ständig, auch wenn du das Wort nie benutzt. Du kannst dir einfach sagen: „Wenn X passiert, mache ich Y.“ Zum Beispiel beim Einkaufen: Erst schaust du in den Kühlschrank, schreibst alles auf, was fehlt, sortierst die Liste grob nach Regalen im Supermarkt und gehst dann durch den Laden in dieser Reihenfolge. Das ist schon ein Algorithmus: eine feste Schritt-für-Schritt-Anleitung, die dir Zeit spart und Chaos vermeidet. Genauso bei der Morgenroutine: Aufstehen, Bad, Kaffee, Tasche checken, Wohnungstür zu. Wenn du das jeden Tag gleich machst, vergisst du seltener etwas.
Du kannst solche Abläufe bewusst bauen, sobald du merkst, dass dich etwas nervt oder du oft dasselbe Problem hast. Beispiel: Du verlegst ständig deinen Schlüssel. Dann legst du dir einen Mini-Algorithmus fest: „Wenn ich nach Hause komme, hänge ich zuerst den Schlüssel an den Haken, dann ziehe ich die Schuhe aus.“ Oder beim Lernen: Erst einen Text grob lesen, dann markieren, dann in drei Sätzen zusammenfassen. Es hilft, die Schritte kurz aufzuschreiben oder irgendwo sichtbar hinzuhängen. So merkst du schneller, ob etwas fehlt oder umständlich ist, und kannst deinen „Alltagsalgorithmus“ nach und nach verbessern.
Zusammenfassung
Zum Schluss lässt sich festhalten: Ein Algorithmus ist nichts anderes als eine genaue Abfolge von Schritten, mit denen ein Problem gelöst oder eine Aufgabe erledigt wird. Solche Schritt-für-Schritt-Anleitungen begegnen uns ständig – beim Kochen nach Rezept, beim Navigieren mit dem Handy oder beim Sortieren von Daten im Computer. Wer versteht, was hinter diesen Abläufen steckt, kann technische Entwicklungen besser einordnen, Entscheidungen von Programmen nachvollziehen und bewusster mit digitalen Angeboten umgehen. So wird ein scheinbar abstrakter Begriff zu einem hilfreichen Werkzeug, um den eigenen Alltag und die digitale Welt besser zu verstehen.

