Ein Kommentar ist ein Text, in dem jemand seine Meinung zu einem Thema sagt – und dazu Gründe nennt.
– Wozu ist ein Kommentar da?
– Er soll zeigen, was du denkst.
– Er soll andere zum Nachdenken bringen oder überzeugen.
– Wo gibt es Kommentare?
– In Zeitungen und auf Nachrichtenseiten (als eigener Text mit „Kommentar“).
– Im Internet unter Videos oder Artikeln (kurze Leser-Kommentare).
– Unterschied zum Bericht:
– Bericht: nur Fakten.
– Kommentar: Meinung + Fakten/Gründe.
So baust du einen Kommentar auf:
1) Überschrift: Worum geht’s? Mach neugierig.
2) Einleitung: Thema kurz vorstellen. Warum ist es wichtig?
3) Deine Meinung klar sagen.
4) Gründe/Argumente nennen (2-3) und mit Beispielen erklären.
5) Ein Gegenargument nennen und zeigen, warum dein Standpunkt besser ist.
6) Schluss: kurz zusammenfassen und einen Wunsch oder Vorschlag machen.
Hilfreiche Wörter:
– weil, deshalb, außerdem, aber, trotzdem, zum Beispiel
Wichtig:
– Bleib fair, keine Beleidigungen.
– Prüfe deine Fakten.
– Schreib klar und in kurzen Sätzen.
– Bleib beim Thema.
Mini-Beispiel:
Überschrift: Mehr Spielzeit in der Schule!
Einleitung: Viele Kinder sitzen lange im Unterricht. Pausen sind kurz.
Meinung + Gründe: Ich finde, wir brauchen längere Pausen, weil Bewegung gut für die Konzentration ist. Außerdem streiten Kinder weniger, wenn sie genug Zeit zum Spielen haben.
Gegenargument: Manche sagen, dann lernen wir weniger. Aber mit frischem Kopf lernen wir schneller.
Schluss: Darum sollte es pro Tag eine lange Bewegungspause geben. Das hilft allen.
Was ist ein Kommentar einfach erklärt mit Definition, Ziel, Merkmalen, Aufbau, Sprache, Beispielen und konkreten Schreibtipps samt typischen Fehlern
Ein Kommentar ist ein kurzer Meinungsbeitrag, der eine aktuelle Nachricht einordnet und bewertet. Er bezieht klar Position und erklärt, weshalb diese Position sinnvoll ist. Ziel ist Orientierung: Leser sollen den Streit verstehen und eine begründete Sicht bekommen. Typisch sind eine klare These, wenige starke Argumente, Faktenbezug und ein erkennbarer Standpunkt. Gute Kommentare erwähnen Gegenargumente fair und sagen, warum sie weniger überzeugen. Sie sind nicht neutral wie eine Meldung und nicht ausgedehnt wie eine Reportage. Beispiele: Tempolimit hilft Klima und Sicherheit; E-Scooter nerven, aber Regeln reichen statt Verbot; Bahnstreik ist legitim, doch die Informationspolitik war mies.
So baust du ihn: aktueller Aufhänger in einem Satz, dann die These, dann zwei bis drei Hauptargumente mit Belegen, kurz das stärkste Gegenargument nennen und entkräften, am Ende eine knappe Pointe oder ein klarer Vorschlag. Schreibe einfach und aktiv, kurze Sätze, konkrete Wörter, wenige Fachbegriffe, Bilder nur, wenn sie etwas klarmachen. Vermeide Floskeln, Ironie in Dauerschleife und Angriffe auf Personen. Praktische Tipps: Formuliere vorab die Kernbotschaft in einem Satz, prüfe Zahlen, setze ein greifbares Beispiel, streiche alles, was die These nicht stützt, lies den Text laut. Häufige Fehler: reine Nacherzählung statt Bewertung, keine klare These, Behauptungen ohne Quelle, drei Themen auf einmal, Strohmann-Argumente, Passiv und Nominalstil, endloser Einstieg, schwacher Schluss. Gib Quellen an, wenn du Fakten zitierst. Und bleib bei einem Ton, der hart in der Sache ist und fair zu Menschen.
Zusammenfassung
Kurz gesagt: Ein Kommentar ist eine begründete Meinungsäußerung, die Position bezieht, Fakten einordnet und zum Mitdenken anregt. Er macht seine Haltung erkennbar, stützt sich auf nachvollziehbare Argumente und unterscheidet sich damit von Nachrichten, die informieren, ohne zu werten. Im Alltag ist das wichtig, weil uns Kommentare überall begegnen: in Medien, im Netz und im Gespräch. Wer weiß, wie sie funktionieren, kann Aussagen besser einordnen, die eigene Meinung fundierter bilden und respektvoller diskutieren.

