Elternzeit ist eine Pause von der Arbeit für Mamas und Papas, damit sie sich nach der Geburt (oder Adoption) gut um ihr Baby kümmern können.
Das Wichtigste einfach erklärt:
– Elternzeit heißt: Man arbeitet eine Zeit lang nicht (oder weniger), um beim Kind zu sein.
– Mama und Papa dürfen beide Elternzeit nehmen – gleichzeitig oder nacheinander.
– In Deutschland kann man bis zu 3 Jahre pro Kind Elternzeit machen. Einen Teil davon kann man auch später nehmen, wenn das Kind schon größer ist.
– In der Elternzeit bekommt man normalerweise kein Gehalt vom Arbeitgeber. Es gibt aber oft Geld vom Staat, das heißt Elterngeld, damit man Geld zum Leben hat.
– Viele arbeiten in der Elternzeit ein bisschen weiter, zum Beispiel in Teilzeit. So ist man da fürs Kind und bleibt trotzdem im Job drin.
– Der Arbeitsplatz ist geschützt: Nach der Elternzeit kann man wieder zur Arbeit zurückkommen.
– Man muss dem Chef vorher Bescheid sagen, ab wann und wie lange man Elternzeit machen möchte.
Warum gibt es das?
Damit Eltern Zeit haben, ihr Kind kennenzulernen, es zu versorgen und als Familie zusammenzuwachsen – ohne Angst, den Job zu verlieren.
Rechte, Fristen, Antrag, Elterngeld und praktische Tipps für eine stressfreie Elternzeit
Eltern haben pro Kind bis zu drei Jahre Anspruch auf Elternzeit. Die Zeit kann in bis zu drei Abschnitte je Elternteil aufgeteilt werden; bis zu 24 Monate dürfen zwischen dem 3. und 8. Geburtstag liegen (Anmeldefrist dann 13 Wochen). Für Elternzeit bis zum 3. Geburtstag gilt: spätestens 7 Wochen vorher schriftlich mit Unterschrift beim Arbeitgeber beantragen und für die ersten zwei Jahre verbindlich festlegen, wann man zu Hause ist. Kündigungsschutz greift ab Verlangen der Elternzeit, frühestens 8 Wochen vor Beginn (14 Wochen bei Zeit nach dem 3. Geburtstag). Teilzeit ist möglich, in der Regel bis 30 Stunden pro Woche; ein Rechtsanspruch besteht in Betrieben mit mehr als 15 Mitarbeitenden und mindestens 6 Monaten Betriebszugehörigkeit, mit derselben Frist wie oben beantragen. Urlaub kann der Arbeitgeber für volle Elternzeit-Monate um 1/12 pro Monat kürzen; Resturlaub vorher nehmen. Praktisch: Väter, die direkt ab Geburt starten wollen, melden „ab voraussichtlichem Geburtstermin“ an; kommt das Kind früher, passt sich der Beginn automatisch an. Antrag kurz halten („Ich beantrage Elternzeit vom … bis …“), per Einwurf-Einschreiben oder Übergabe mit Empfangsbestätigung.
Elterngeld ersetzt einen Teil des wegfallenden Nettoeinkommens: meist 65-67 Prozent, mindestens 300 und höchstens 1.800 Euro pro Monat. Basiselterngeld gibt es bis zu 12 Monate, plus 2 Partnermonate, Alleinerziehende bis zu 14 Monate. ElterngeldPlus zahlt etwa die Hälfte, dafür doppelt so lange; passt gut bei Teilzeit. Während des Elterngeldbezugs darf man im Schnitt bis zu 32 Stunden pro Woche arbeiten. Der Partnerschaftsbonus bringt jedem Elternteil 2-4 zusätzliche Monate, wenn beide parallel 24-32 Stunden arbeiten. Es gibt Einkommensgrenzen; aktuelle Werte bei der Elterngeldstelle prüfen. Elterngeld wird maximal drei Monate rückwirkend gezahlt, also zügig beantragen. Nützlich in der Praxis: schon vor der Geburt Unterlagen sammeln (Geburtsurkunde, Steuer-ID, Arbeitgeberbescheinigung, Gehaltsabrechnungen), Krankenkasse zu Versicherung während der Elternzeit klären, bei geplanten Zuverdiensten Lohnsteuerklasse frühzeitig checken, Kita-Platz früh vormerken. Mit dem Team eine klare Übergabe und Rückkehroption vereinbaren, Termine im Kalender blocken, und sich einen kleinen Puffer für ungeplante Wochen einplanen.
Zusammenfassung
Zum Abschluss: Die wichtigsten Punkte sind nun übersichtlich beisammen – worum es bei Anspruch, Dauer, Aufteilung und den nötigen Schritten geht. Mit diesem Wissen können Sie Ihre Familienzeit bewusst planen, Absprachen mit dem Arbeitgeber frühzeitig treffen und die Rückkehr in den Beruf vorbereiten. Das ist im Alltag relevant, weil es Sicherheit gibt, Entscheidungen erleichtert und unnötigen Stress vermeidet. Nutzen Sie die gewonnenen Informationen, um rechtzeitig miteinander zu sprechen und einen Weg zu finden, der zu Ihrer Familie passt. So wird aus vielen Fragen ein klarer Plan.

