Gewinn ist das Geld, das am Ende übrig bleibt.
So kannst du es dir merken:
– Zuerst kommt Geld rein: Das nennt man Einnahmen (zum Beispiel, wenn du Limo verkaufst).
– Dann gibst du Geld aus: Das sind die Kosten (zum Beispiel für Zucker, Becher und Zitronen).
– Gewinn ist: das Geld, das reinkommt, minus das Geld, das rausgeht.
Ein einfaches Beispiel:
– Du kaufst Zutaten für einen Limonadenstand und zahlst 5 Euro.
– Du verkaufst die Limonade und bekommst 12 Euro.
– 12 Euro (Einnahmen) minus 5 Euro (Kosten) = 7 Euro Gewinn.
– Diese 7 Euro sind dein Plus, dein „Übrig-Geld“.
Wenn die Kosten höher sind als das, was reinkommt, hast du keinen Gewinn, sondern Verlust.
Beispiel: 4 Euro eingenommen, 5 Euro ausgegeben → 1 Euro Verlust.
Warum ist Gewinn wichtig?
– Mit Gewinn kannst du neue Sachen kaufen (z. B. mehr Zutaten) und etwas sparen.
– Ohne Gewinn kannst du auf Dauer nichts Neues bezahlen.
Tipp:
– Schreibe auf, wie viel du einnimmst und wofür du Geld ausgibst. Dann siehst du leicht, ob du Gewinn oder Verlust machst.
Gewinn einfach erklärt Definition Unterschiede zu Umsatz Kosten und Cashflow Formeln mit Beispiel typische Fehler und konkrete Schritte zur Steigerung für Selbstständige und kleine Unternehmen
Gewinn ist der Betrag, der nach allen Kosten vom Umsatz übrig bleibt. Umsatz ist nur der Gesamtbetrag deiner Verkäufe, noch ohne Abzüge. Kosten sind alles, was anfällt: variable Kosten pro Stück (Einkauf, Material, Versand) und fixe Kosten (Miete, Software, Versicherung). Gewinn = Umsatz – alle Kosten. Nützlich ist auch: Deckungsbeitrag = Umsatz – variable Kosten. Beispiel: Du verkaufst 100 Tassen à 20 €. Umsatz 2.000 €. Variable Kosten 8 € je Tasse = 800 €. Fixe Kosten 700 €. Deckungsbeitrag 1.200 €. Gewinn vor Steuern 500 €. Cashflow ist das tatsächliche Geld auf dem Konto. Der kann trotz Gewinns dünn sein, wenn Kunden spät zahlen oder du gerade investiert hast.
Typische Fehler: Umsatz mit Gewinn verwechseln. Preise aus dem Bauch festlegen. Eigenen Zeitaufwand nicht einrechnen. Rabatte verschenken. Zu viel Lager aufbauen. Zahlungsziele zu locker handhaben. Keine Rücklage für Steuern bilden. Besser so: Preise mit Deckungsbeitrag kalkulieren und Mindeststundensatz kennen. Nach jedem Projekt kurz nachkalkulieren: Was blieb wirklich übrig? Kleine, regelmäßige Preiserhöhungen (z. B. 3-5 %) testen. Angebote mit höherer Marge pushen, günstige Streckenläufer schlanker abwickeln. Einkaufspreise verhandeln und Abo-Leichen kündigen. Anzahlungen oder Teilrechnungen vereinbaren, Skonto für schnelle Zahler anbieten, konsequent mahnen. Lager klein halten und schneller drehen. Fixkosten einmal im Quartal prüfen. Einfache GuV monatlich ansehen und ein klares Gewinnziel je Monat setzen.
Abschluss
Unterm Strich bedeutet Gewinn: Von den Einnahmen bleibt nach allen Kosten etwas übrig. Er zeigt, ob sich ein Vorhaben trägt und wie stabil die eigene Finanzlage ist. Wer dieses Grundprinzip im Blick behält und Einnahmen minus Ausgaben regelmäßig prüft, kann besser planen. So lassen sich Budgets einschätzen, Angebote vergleichen und Entscheidungen im Alltag mit mehr Sicherheit treffen.

