Was ist Urvertrauen? Einfach erklärt

Urvertrauen ist wie ein unsichtbarer Sicherheitsgurt in deinem Bauch. Es sagt dir: „Ich bin ok. Die Welt ist meistens sicher. Wenn etwas schwer ist, schaffe ich das – und ich bin nicht allein.“

So fühlt sich Urvertrauen an:
– Du traust dich, Neues zu probieren.
– Fehler machen ist nicht schlimm. Du kannst es nochmal versuchen.
– Du weißt: Es gibt Menschen, die dir helfen.
– Du glaubst: Probleme haben Lösungen.

Wie entsteht Urvertrauen?
– Wenn Babys weinen und jemand kommt, sie tröstet, füttert und hält, lernt ihr Körper: „Ich bin sicher.“
– Wenn Erwachsene oft ihr Wort halten und freundlich sind.
– Durch feste Abläufe: schlafen, essen, Schule, Freizeit – das gibt Ordnung.
Es ist wie die Wurzeln eines Baumes. Je besser die Wurzeln, desto stabiler der Baum.

Was, wenn wenig Urvertrauen da ist?
– Dann ist man schneller ängstlich oder zweifelt öfter.
– Das ist nicht deine Schuld.
– Gute Nachricht: Urvertrauen kann wachsen – auch später!

So kannst du Urvertrauen stärken:
– Denk an Momente, die du geschafft hast. Sammle sie wie Pokale.
– Übe kleine Schritte: heute ein kleines Ziel, morgen das nächste.
– Sprich nett mit dir: „Ich darf Fehler machen. Ich lerne.“
– Hol dir Hilfe bei vertrauten Menschen, wenn etwas schwer ist.
– Hab Rituale: gleiche Aufstehzeit, kleine Pausen, Gute-Nacht-Geschichte.
– Beweg dich: springen, laufen, tanzen. Dein Körper merkt: Ich bin stark.
– Atme ruhig: Hand auf den Bauch, 4 Sekunden ein, 4 halten, 4 aus, ein paarmal.
– Halte kleine Versprechen an dich: „Ich räume 5 Minuten auf“ – und tu es. So wächst Vertrauen in dich selbst.

Wichtig:
– Urvertrauen heißt nicht: „Alles ist perfekt.“ Du bleibst trotzdem vorsichtig, z. B. beim Überqueren der Straße.
– Es heißt: „Meistens geht es gut. Und wenn nicht, finde ich einen Weg.“

Mini-Übung für jetzt (1 Minute):
– Hand auf den Bauch, tief ein- und ausatmen.
– Denk an 3 Dinge, die du gut kannst.
– Denk an 1 Person oder Ort, bei dem du dich sicher fühlst.
– Sag leise: „Ich schaffe das in kleinen Schritten.“

Was Urvertrauen ist warum es wichtig ist und wie du es mit einfachen Übungen im Alltag stärkst

Urvertrauen ist das Grundgefühl: Ich bin okay, und die Welt trägt mich im Großen und Ganzen. Es ist wie ein inneres Sicherheitsnetz. Es entsteht oft früh durch verlässliche Bindung, lässt sich aber später stärken. Mit Urvertrauen bleibt dein Körper ruhiger, der innere Alarm springt seltener an. Du triffst klarere Entscheidungen, brauchst weniger Kontrolle und gerätst nicht so schnell in Panik. Beziehungen werden stabiler, weil du Nähe zulassen und Grenzen benennen kannst. Und wenn etwas schiefgeht, bleibst du handlungsfähig statt dich zu verstecken.

Stärken kannst du es mit kleinen, regelmäßigen Übungen. Atme 4 Sekunden ein, 6 Sekunden aus, Hand auf die Brust, Füße fest auf den Boden. Nenne dir 5 Dinge, die du siehst, 4, die du fühlst, 3, die du hörst. Scanne den Körper von den Zehen bis zum Kopf. Halte Mini-Zusagen: Bett machen, Post öffnen, pünktlich schlafen. Sammle Beweise für Sicherheit: Abends drei Dinge notieren, die geklappt haben. Bewegung und Tageslicht jeden Tag, auch 10 Minuten. Nachrichten dosieren, Handy beim Essen weg. Freundlicher Selbsttalk: „Ich darf langsam machen.“ Große Aufgaben in den nächsten kleinsten Schritt teilen. Bei Stress ein Ritual: Fenster auf, Tee kochen, dreimal tief atmen. Nähe nutzen: eine echte Umarmung, 20 Sekunden. Und bitte um Hilfe, bevor es brennt. Regelmäßigkeit ist wichtiger als Intensität.

Fazit

Zum Schluss lässt sich festhalten: Urvertrauen ist das grundlegende Gefühl von Sicherheit und Verbundenheit. Wir haben gesehen, wie es entsteht, was es stärkt oder schwächt und welche Wirkung es auf Beziehungen, Entscheidungen und das eigene Selbstbild hat. Wichtig ist, es wahrzunehmen und bewusst zu pflegen, statt es für gegeben zu halten. Im Alltag schafft das mehr Ruhe, Orientierung und Handlungsspielraum – besonders dann, wenn Unsicherheit, Veränderungen oder Konflikte anstehen. So wird aus dem Verständnis eine Hilfe, die Schritt für Schritt Halt gibt.

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