Wohngeldantrag – einfach erklärt

Stell dir vor, der Staat ist wie ein großer Helfer, der Leuten Geld geben kann, damit sie ihre Wohnung oder ihr Haus bezahlen können. Dieses Geld heißt Wohngeld.

1. Was ist Wohngeld?

Wohngeld ist Geld vom Staat, damit Familien ihre Miete oder ihre Kosten für ein eigenes Haus/Wohnung besser bezahlen können.

Man bekommt nicht eine Wohnung geschenkt, sondern nur Hilfe beim Bezahlen.

 

2. Wer kann Wohngeld bekommen?

Man kann Wohngeld bekommen, wenn:

  • man wenig Geld verdient
  • man in einer Wohnung oder einem Haus wohnt, für die/den man zahlen muss
  • man in Deutschland wohnt

Zum Beispiel:

    • Eine Familie mit wenig Geld
    • Eine Rentnerin, die ihre kleine Wohnung kaum bezahlen kann
    • Jemand, der arbeitet, aber trotzdem wenig verdient

 

3. Was ist ein Wohngeldantrag?

Ein Antrag ist ein „Bitte-Zettel“ an das Amt.

Ein Wohngeldantrag ist also ein Formular (Papier oder online), auf dem du bzw. deine Eltern sagen:

„Wir brauchen Hilfe, damit wir unsere Wohnung bezahlen können.“

Das wird dann an ein Amt geschickt. Das Amt heißt meistens:

    • Wohngeldstelle oder
    • Rathaus / Bürgeramt

 

4. Was muss man beim Antrag angeben?

Deine Eltern (oder die Erwachsenen, bei denen du wohnst) müssen z.B.:

  • Namen und Adresse aufschreiben
  • sagen, wie viele Personen in der Wohnung leben (z.B. Mama, Papa, du, Geschwister)
  • zeigen, wie viel Miete sie zahlen
  • zeigen, wie viel Geld sie im Monat verdienen (Lohn, Rente usw.)

Dafür gibt es oft:

    • Lohnzettel / Gehaltsnachweise
    • Mietvertrag
    • Kontoauszüge

5. Was macht das Amt dann?

Das Amt schaut sich alles genau an:

  • Wie viele Menschen wohnen zusammen?
  • Wie hoch ist die Miete?
  • Wie viel Geld kommt im Monat rein?

Dann rechnet das Amt aus, ob man Wohngeld bekommt und wie viel.

6. Was passiert, wenn man Wohngeld bekommt?

Wenn das Amt sagt: „Ja, ihr bekommt Wohngeld“, dann:

  • bekommt man jeden Monat Geld
  • das Geld ist extra zur Hilfe für die Miete
  • es wird meistens auf das Konto überwiesen

Die Eltern benutzen das Geld dann, um die Wohnung zu bezahlen, damit ihr dort weiter wohnen könnt.

7. Muss man das Geld zurückzahlen?

Nein, Wohngeld ist kein Kredit.
Man muss es in der Regel nicht zurückzahlen, wenn alles richtig angegeben wurde.

Aber: Wenn man beim Antrag falsche Sachen sagt (z.B. extra weniger Geld angibt), kann es Ärger geben, und dann kann man Geld doch zurückzahlen müssen.

8. Muss man den Antrag immer wieder neu machen?

Ja. Wohngeld gilt nur für eine bestimmte Zeit, zum Beispiel für 12 Monate.
Danach müssen deine Eltern einen neuen Antrag stellen, wenn sie weiter Hilfe brauchen.
Das heißt: Das Amt prüft immer mal wieder, ob ihr noch Hilfe braucht.

9. Wo bekommt man Hilfe beim Wohngeldantrag?

  • Im Rathaus oder Bürgeramt
  • Bei der Wohngeldstelle in eurer Stadt
  • Manchmal auch bei Sozialberatungsstellen oder Mietervereinen

Die Erwachsenen können dort fragen:

„Können Sie mir beim Wohngeldantrag helfen?“

Kurz zusammengefasst:

  • Wohngeld = Geld vom Staat, damit die Wohnung bezahlt werden kann.
  • Wohngeldantrag = Bitte an das Amt, dieses Geld zu bekommen.
  • Das Amt prüft: Wie viele Personen? Wie viel Miete? Wie viel Geld?
  • Wenn alles passt, gibt es jeden Monat etwas Geld extra.

Wenn du magst, kann ich dir als Nächstes in einfachen Worten erklären, welche Fragen in so einem Antrag ungefähr stehen.

Tipps und Schritt für Schritt Hilfe für deinen Wohngeldantrag

Beim Wohngeldantrag hilft es, wenn du Schritt für Schritt vorgehst. Leg dir zuerst alles bereit, was du brauchst: Mietvertrag oder Nachweis über die Belastung bei Eigentum, aktuelle Gehaltsabrechnungen oder Bescheide vom Jobcenter, Rentenbescheide, Kontoauszüge und deinen Ausweis. So musst du später nicht ständig aufstehen und suchen. Fülle den Antrag in Ruhe aus, am besten mit einem Stift, den man notfalls wegradieren kann. Lies jede Frage genau und halte dich an die Beispiele im Formular. Wenn du dir bei einem Feld unsicher bist, lass es kurz frei und markiere es dir. Du kannst später nachfragen, statt etwas Falsches einzutragen.

Viele Städte bieten Hilfe direkt im Rathaus oder in der Wohngeldstelle an. Du kannst dort mit dem fast ausgefüllten Antrag hingehen, offene Felder klären und fehlende Unterlagen nachreichen. Schreib dir vorher auf, was du nicht verstanden hast, damit du vor Ort nichts vergisst. Mach von allen Unterlagen Kopien oder Fotos, bevor du sie abgibst. Heb dir außerdem eine Kopie des ausgefüllten Antrags auf. Wenn später Fragen kommen oder ein Bescheid nicht stimmt, kannst du leichter nachweisen, was du abgegeben hast. Wenn dir Formulare generell schwerfallen, frag eine vertraute Person um Hilfe – zu zweit sieht man mehr und übersieht weniger.

Fragen & Antworten

Wer kann Wohngeld bekommen?
Wohngeld können Menschen mit geringem Einkommen bekommen, die Miete zahlen oder eine eigene Wohnung/Haus haben. Entscheidend ist, wie viel man verdient, wie hoch die Miete ist und wie viele Personen im Haushalt leben.

Was ist ein Wohngeldantrag genau?
Ein Wohngeldantrag ist ein Formular, mit dem man beim Amt finanzielle Unterstützung für die Wohnkosten beantragt. Erst wenn der Antrag abgegeben wird, prüft die Behörde, ob und wie viel Wohngeld man bekommt.

Wo stelle ich den Wohngeldantrag?
Den Antrag stellt man meist bei der Wohngeldstelle im Rathaus oder im Bürgeramt der Stadt oder Gemeinde. Viele Ämter bieten auch Online-Anträge auf ihrer Internetseite an.

Welche Unterlagen brauche ich für den Antrag?
In der Regel braucht man: Personalausweis, Mietvertrag oder Nachweis über Eigentum, aktuelle Mietbescheinigung, Einkommensnachweise (z. B. Lohnabrechnungen, Rentenbescheide) und Nachweise über weitere Zahlungen wie Unterhalt.

Wie lange dauert die Bearbeitung des Antrags?
Die Bearbeitung dauert je nach Amt unterschiedlich, meist einige Wochen. Erst wenn alle Unterlagen vollständig sind, kann der Antrag bearbeitet und eine Entscheidung getroffen werden.

Muss ich Wohngeld zurückzahlen?
Wohngeld ist ein Zuschuss, kein Kredit. Es muss normalerweise nicht zurückgezahlt werden. Nur wenn man falsche Angaben gemacht hat oder zu viel erhalten hat, kann eine Rückforderung entstehen.

Fazit

Zusammenfassend lässt sich sagen: Wer Anspruch auf Wohngeld hat, kann seine Wohnkosten spürbar entlasten. Entscheidend ist, die eigenen Voraussetzungen zu prüfen, alle benötigten Unterlagen rechtzeitig zusammenzustellen und den Antrag vollständig bei der zuständigen Stelle einzureichen. So lässt sich verhindern, dass finanzielle Belastungen durch die Miete den Alltag zu sehr einschränken. Wohngeld ist damit ein wichtiges Instrument, um ein sicheres Zuhause zu behalten und trotz steigender Lebenshaltungskosten finanziell handlungsfähig zu bleiben.

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